Donnerstag, Januar 20, 2022
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Minister zur Pandemie-Lage in Lauterbach: "Es ist jetzt noch nicht vorbei"

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Auch in Deutschland ist die Omikron-Variante auf dem Vormarsch. Gesundheitsminister Lauterbach erklärt, dass die Corona-Maßnahmen wirken – Entwarnung will er aber noch nicht geben.

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bremsen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie den Anstieg der Infektionsfälle mit der omicron-Variante. Deutschland habe nicht die kurze Verdopplungszeit von Infektionen wie andere Länder, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Die Verdopplungsperiode betrug vor einigen Wochen etwa 4,5 Tage. Derzeit in Richtung 6,5 Tage. Die Anti-Corona-Maßnahmen haben die Kontakte in Deutschland auf rund 50 Prozent des „Vor-Pandemie-Zeitalters“ reduziert. „Trotzdem gibt es keinen Grund, Entwarnung zu geben.“

Die Strategie besteht darin, die Omicron-Welle zu verlangsamen und zu dehnen und gleichzeitig so viele Menschen wie möglich zu stärken. Auch die Auffrischungsimpfungen sollten fortgesetzt werden. „Wir setzen die Auffrischungsimpfkampagne fort.“ Insgesamt war er mit dem Tempo zufrieden.

Die Pandemie befinde sich in Deutschland nun „in schwierigem Fahrwasser“. Es müssten mehr Menschen mit Infektionen behandelt werden, Krankenhäuser würden stärker belastet. Das Ziel sei nun, „aus der sonst zu erwartenden Steilwand der Infektionszahlen einen Hügel zu machen oder dass die Wand nicht so hoch ist“, sagte Lauterbach.

Gleichzeitig zeigten die bereits bestehenden Einschränkungen Wirkung – etwa mit einer längeren Verdopplungszeit der Infektionszahlen. Zudem gelten jetzt noch strengere Zugangsregeln für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichen Tests (2G-plus) in der Gastronomie.

Lauterbach bestätigte, dass Studien, die Omicron als milder als die Delta-Variante einstufen, nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar seien. Denn in den Studien sind weniger ältere Menschen vertreten. In Deutschland besteht die besondere Situation, dass viele ältere Menschen auch ungeimpft sind und Risikofaktoren aufweisen. „Mit der Omicron-Welle ist noch nicht alles vorbei.“ Er warnt vor einer Infektion. „Die Zahl der Opfer, die wir dann zu beklagen hätten, ist ungewiss. Und sicherlich zu hoch.“ Die Labore würden an ihre Grenzen stoßen.

Der Gesundheitsminister ordnet deshalb eine Priorisierung der PCR-Tests an. Personal in medizinischen Einrichtungen sollte Vorrang haben.

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