Freitag, Januar 21, 2022
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Ministerium legt Bericht vor Drei von vier Waffensystemen sind einsatzbereit

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Fregatten, Panzer und Hubschrauber gehören zu den wichtigsten Waffensystemen. 77 Prozent davon sind laut einem Bericht des Verteidigungsministeriums derzeit einsatzbereit, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Das Sorgenkind sind jedoch die Helikopter – nur jeder Vierte kann unbeschwert abheben.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind 77 Prozent der Hauptwaffensysteme der Einheiten der Bundeswehr einsatzbereit. Das Ministerium teilte mit, dass sich der Kurs nach 76 Prozent im Mai letzten Jahres „stabilisiert“ habe. Zu den sogenannten Hauptwaffensystemen zählen Fregatten, Hubschrauber und Panzer. „Die Bundeswehr ist in der Lage, ihre Aufgaben kurzfristig, flexibel und gemeinsam mit unseren Verbündeten im In- und Ausland zu erfüllen“, versicherte Generalinspekteur Eberhard Zorn.

Gleichzeitig gab die Bundeswehr deutlich mehr Geld für Waffen und Ausrüstung aus. „Insgesamt stieg der Umfang der Rüstungsindustrie im Jahr 2021 auf rund 18,3 Milliarden Euro. Das sind 1,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr“, heißt es in dem Bericht. 8,7 Milliarden Euro entfielen demnach auf militärische Beschaffungen des zuständigen Bundesamtes BAAINBw. Die Reparatur ihres Gerätepools hat die Bundeswehr 4,5 Milliarden Euro gekostet. Die Einsatzbereitschaft aller 71 großen Waffensysteme habe sich leicht verbessert, heißt es in dem Bericht. „Unser Ziel einer durchschnittlichen materiellen Einsatzbereitschaft von 70 Prozent überstieg 38 Hauptwaffensysteme, 11 lagen unter 50 Prozent (einschließlich 6 Altsysteme).“

An letzter Stelle stehen die Helikopter, von denen nur 40 Prozent einsatzbereit sind. Das Ministerium schreibt von einem „zu niedrigen, unbefriedigenden Niveau“. Der Grund für „komplexe“ Hubschrauber wie den NH 90 oder den Kampfhubschrauber Tiger sind aufwändige Wartungs- und Inspektionssysteme sowie Nachrüstungen. Gleichzeitig ist der operative Flugbetrieb von „alten“ Helikoptern aufgrund der altersbedingten Störanfälligkeit und einer schwierigen Ersatzteilsituation nur mit großem Aufwand und großem Aufwand aufrechtzuerhalten. Im Fall des Schützenpanzers Puma, ein Problem der letzten Jahre, mache das Ministerium „sichtbare Fortschritte“. Die Einsatzbereitschaft konnte um durchschnittlich 65 Prozent (plus 11 Prozentpunkte) gesteigert werden – das bedeutet aber auch, dass in der Regel jeder dritte Puma nicht einsatzbereit war.

Es gibt einen geheimen Teil des Berichts, der nach einer früheren Entscheidung nicht veröffentlicht wird. In der Vergangenheit hatte die Opposition auch die tatsächliche Aussagekraft der Gesamtzahlen in Frage gestellt, für die die sehr unterschiedlich großen Systeme von der Fregatte bis zum nagelneuen Lkw gewichtet werden. Dem Verteidigungsministerium wird vorgeworfen, die Zahlen verfeinert zu haben.

Die Angaben der Bundeswehr beziehen sich auf den vorhandenen und verfügbaren Bestand der Truppe, von dem 70 Prozent einsatzbereit sein sollen. „Der Grad der materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme ergibt sich aus dem Verhältnis des Einsatzbestandes zum verfügbaren Bestand“, heißt es. Der größere Gesamtbestand umfasst jedoch auch Geräte und Waffen, die zur Reparatur abgegeben oder auf neue Technik umgestellt wurden.

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