Mittwoch, Dezember 8, 2021
StartNACHRICHTENMit "fliegende Intensivstation" ...

Mit "fliegende Intensivstation" Bundeswehr verlegt erstmals Corona-Patienten

- Anzeige -


Ab Freitag hilft die Luftwaffe auch, Intensivpatienten mit freien Kapazitäten in andere Kliniken zu fliegen. Der erste Luftverkehr soll vom bayerischen Flughafen Memmingen nach Nordrhein-Westfalen gehen.

Die Bundeswehr bereitet den Start von Luftwaffenflügen zur Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie ab Freitag vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegen Pläne auf dem Tisch, die einen Flugverkehr vom bayerischen Flughafen Memmingen nach Nordrhein-Westfalen vorsehen. Eine Landung auf dem Flughafen Münster-Osnabrück ist geplant.

Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen genutzt werden, um bei regionalen Engpässen in Krankenhäusern Intensivpatienten in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. Die endgültige Entscheidung über die Einzelheiten des Einsatzes der Luftwaffe wird erst am Freitag fallen.

Die Luftwaffe hat in Köln zwei Flugzeuge einsatzbereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs dieser Behandlungsplätze, sowie eine umgebaute Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH („open sky“). Darin wurden zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut. Auch im niedersächsischen Wunstorf ist ein A400M MedEvac stationiert.

Im Rahmen des sogenannten Kleeblattsystems sollen auch Covid-19-Patienten bundesweit verteilt werden können, wenn Krankenhäuser in einzelnen Regionen vom Zusammenbruch bedroht sind. Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist laut einem Kriterienkatalog des Intensivmedizinverbandes Divi nur in Ausnahmefällen geplant. Das Konzept wurde im Frühjahr 2020 unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare