Dienstag, Januar 31, 2023
StartNACHRICHTENMit grünem Licht aus der Rheinmetall-Kanzlei konnte Kiew 110 Leopard-Panzer liefern

Mit grünem Licht aus der Rheinmetall-Kanzlei konnte Kiew 110 Leopard-Panzer liefern

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Die Ampel streitet heftig um Kampfpanzer, die die Bundeswehr der Ukraine überlassen könnte. Darüber hinaus könnte die Industrie auch mehr als 100 Leopard-Panzer liefern, aber das würde dauern. Bis spätestens Mai will Rheinmetall aber weitere 29 Tanks für den Ringtausch bereitstellen.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall konnte insgesamt 139 Leopard-Panzer vom Typ 1 und Typ 2 liefern. Das teilte sein Sprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit. In knapp einem Jahr konnte das Unternehmen 22 Kampfpanzer Leopard 2 aus eigenem Bestand bereitstellen. Wann weitere 88 Leopard-1-Fahrzeuge des Rüstungskonzerns bereitstehen könnten, ist allerdings unklar. Die 29 Panzer des Bundes, die für Ringtausch vorgesehen sind, sollen im Frühjahr fertig sein.

„Wir haben noch 22 Leopard 2A4-Fahrzeuge, die wir für den Einsatz vorbereiten und in die Ukraine liefern könnten“, sagte der Unternehmenssprecher. „Die Reparatur dieser Fahrzeuge würde fast ein Jahr dauern, eine Auslieferung wäre Ende 2023/Anfang 2024 möglich.“ Es gibt auch 29 Leopard 2A4, an denen das Unternehmen für die Ringtauschprojekte arbeitet und die im April/Mai 2023 fertig sein werden.

Rheinmetall könnte demnach 88 Fahrzeuge des Leopard 1 zur Verfügung stellen. Die Mischsituation sei aufgrund der sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen, verschiedener Formen der direkten oder indirekten Belieferung und der wechselnden Auftragsprioritäten „sehr volatil“. „Daher ist es zum Beispiel schwierig, konkrete Fristen für Lieferungen zu nennen“, sagte der Sprecher.

Die für den sogenannten Ringtausch mit der Slowakei und Tschechien vorgesehenen Leopard-Panzer „gehören der Bundesregierung“, wie Vorstandschef Armin Papperger dem „Stern“ sagte. „Sie kann damit machen, was sie will.“ Ihm zufolge werden sie bis „Ende März“ betriebsbereit sein. Deutschland hat 15 „Leopards“ an die Slowakei und 14 an Tschechien zugesagt, beide Länder haben ihre ersten Fahrzeuge im Dezember erhalten.

Zuletzt war der Druck auf Deutschland gewachsen, Leopard-Panzer in die Ukraine zu liefern. Vor dem Hintergrund dieser Debatte machte der Rheinmetall-Chef kürzlich Schlagzeilen mit der Aussage, dass die Reparatur von Leopard-Panzern aus seinen Beständen „fast ein Jahr“ dauern würde. Nun sagte Papperger, einige hätten „wichtige Dinge falsch verstanden“: „Ich habe von den 22 Leopard-Panzern gesprochen, die bei Rheinmetall stehen und zu Rheinmetall gehören. Ich bleibe dabei, die werden nicht vor Ende dieses Jahres fertig sein.“ “ Er erklärte den Zustand der Fahrzeuge: „Diese Tanks standen teilweise zehn Jahre mit offener Luke da, sie sind innen verschimmelt.“

Der Streit innerhalb der Ampelkoalition dreht sich hingegen um Leopard-Panzer der Bundeswehr. Laut einer dem „Spiegel“ vorliegenden Liste könnte die Bundeswehr mindestens 19 Leopard-2A5-Panzer abgeben, die nur für Übungen eingesetzt werden. Der neue Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kündigte dagegen an, dass zunächst die Bestände gezählt werden müssten. Der Stand sei vom vergangenen Mai, sagte Pistorius zuletzt.

Außerdem müsste Deutschland eine Genehmigung erteilen, damit andere Länder die Ukraine mit in Deutschland hergestellten Leopard-Panzern beliefern dürfen. Außenministerin Annalena Baerbock gab in einem Interview zunächst eine Zusage ab, die sie später nicht wiederholte, ebenso wenig wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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