Samstag, Mai 21, 2022
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Musk: Twitter-Übernahme vorübergehend auf Eis gelegt

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Elon Musk hat mit seinem Plan, Twitter zu übernehmen, für Aufsehen gesorgt. Nun folgt die nächste Wende des US-Milliardärs: Der Twitter-Kauf liegt auf Eis – und die Aktien des US-Unternehmens fallen.

Der Tech-Milliardär Elon Musk hat seinen Deal zum Kauf von Twitter auf Eis gelegt. Musk schrieb auf Twitter, er wolle zunächst abwarten, bis Berechnungen zeigen, dass Accounts ohne echte Nutzer tatsächlich weniger als fünf Prozent ausmachten. Der Onlinedienst veröffentlichte diese Schätzung Anfang der Woche.

Die Twitter-Aktie fiel im vorbörslichen Handel nach Musks Tweet schnell um fast ein Viertel und wurde bei etwa 34,50 $ gehandelt. Das ist weit entfernt von den 54,20 US-Dollar pro Aktie, die Musk den Aktionären versprochen hatte. Die Zeitung ging am Donnerstag bei 45,08 $ aus dem Geschäft – ein Zeichen der Skepsis der Anleger, dass Musk den Deal tatsächlich durchzieht. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel unter 37 $.

Nachdem der Tech-Milliardär Musk den Deal jedoch einseitig auf Eis gelegt hatte, versicherte er, dass er immer noch an Twitter interessiert sei. Auf Twitter schrieb Musk ohne weitere Details, er halte an den Übernahmeplänen fest.

Der Chef des Elektroautoherstellers Tesla und derzeit reichste Mensch der Welt hatte sich mit dem Twitter-Vorstand auf eine Übernahme im Wert von rund 44 Milliarden Dollar geeinigt. Er ist aber weiterhin darauf angewiesen, dass genügend Aktionäre ihm ihre Anteile verkaufen wollen. Zuvor wollten Twitter und Musk den Deal bis Ende des Jahres abschließen. In den vergangenen Monaten hat er bereits gut neun Prozent Twitter-Anteil über die Börse gekauft.

Nun beginnen Spekulationen darüber, ob der unklare Anteil an Fake-Accounts tatsächlich der Grund für den vorübergehenden Stopp des Deals ist. Musk weiß, dass solche Fake-User ein Problem darstellen: Er selbst hatte bereits erklärt, er wolle Accounts sperren, die zum Versenden von Spam-Nachrichten von der Plattform genutzt werden. Die Frage könnte auch als Vorwand dienen, den Kauf zu beenden – oder das Gebot senken zu können. Twitter und Musk hatten sich jedenfalls auf eine Strafe von jeweils einer Milliarde Dollar geeinigt, falls eine der Seiten den Deal aufkündigen sollte.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich Probleme abgezeichnet. Vom Kaufpreis wollte Musk ursprünglich rund 12 Milliarden Dollar leihen, die mit seinen Tesla-Aktien abgesichert werden sollten. Doch nachdem der Aktienkurs von Tesla von rund 1.000 US-Dollar auf nur noch 728 US-Dollar einbrach, wurde ihm dieser Plan zunehmend zuwider. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete am Donnerstag, dass Musk nach alternativen Finanzierungswegen anstelle des eigenkapitalbesicherten Darlehens sucht.

Welche rechtlichen Konsequenzen Musks Ankündigung nun hat, war zunächst unklar. Investoren kritisieren Twitter seit langem dafür, dass das Unternehmen langsamer wächst als manche Konkurrenten wie TikTok oder Meta, die Muttergesellschaft von Facebook. Elon Musk hat bereits Kosteneinsparungen und einen Einstellungsstopp im Falle einer Übernahme angekündigt. Er will auch, dass der frühere US-Präsident, dessen Account gesperrt wurde, wieder twittert.



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