Mittwoch, Dezember 8, 2021
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"Muss Zeit kaufen" Lauterbach macht sich Sorgen um die neue Corona-Variante

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In einigen Ländern gelten bereits Einreisebeschränkungen, in Deutschland könnten einige folgen. Die neue Corona-Variante im südlichen Afrika beschäftigt nicht nur die WHO, sondern auch die exekutive Bundesregierung. Derweil ist SPD-Experte Lauterbach besorgt.

Der Chef des Kanzleramts, Helge Braun, rechnet damit, dass der Flugverkehr von Deutschland ins südliche Afrika wegen einer neuen Corona-Variante „in Kürze“ unterbrochen werden muss. „Die Wissenschaftler sind alle sehr alarmiert“, sagte Braun in der ARD. Großbritannien, Israel und Japan haben wegen der potenziell sehr gefährlichen Variante bereits vorsorglich den Flugverkehr auf die Staaten der Region eingeschränkt.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der zumindest als potenzieller neuer Bundesgesundheitsminister im Gespräch ist, schrieb auf Twitter: „Wir müssen Zeit gewinnen. Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in einer laufenden Welle.“ Sollten sich vorläufige Daten als richtig erweisen, „müssen unverzüglich Reisebeschränkungen verhängt werden“.

Der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing verwies bei Maßnahmen gegen die neue Coronavirus-Variante auf die Exekutive von Angela Merkel. „Das muss die noch amtierende Bundesregierung entscheiden“, sagte der FDP-Politiker im Deutschlandfunk. Er empfiehlt aber „auch Maßnahmen im Flugverkehr“.

Experten befürchten, dass die Variante B.1.1529 nicht nur aufgrund einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Mutationen hoch ansteckend ist, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Braun betonte, deshalb würden auch Gespräche mit dem Robert Koch-Institut (RKI) geführt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO prüft derzeit, ob die neue Corona-Variante als besorgniserregend einzustufen ist. Das sagte die WHO-Expertin Maria van Kerkhove gestern Donnerstag in einem Briefing. Außerdem wird geprüft, inwieweit die Variante auch Konsequenzen für Diagnostik, Therapien und Impfkampagnen hat. „Es wird einige Wochen dauern, bis wir die Auswirkungen dieser Variante verstehen“, sagte Kerkhove.

Die WHO hat mehrere Kategorien für die verschiedenen Corona-Varianten. Eine davon ist die Kategorie Variant of Concern. Eine der „Besorgniserregenden Varianten“ ist die derzeit in Deutschland vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus. Zu den Merkmalen einer solchen Variante kann beispielsweise gehören, dass sie nachweislich die Übertragbarkeit des Coronavirus erhöht.

Die Corona-Variante B.1.1529 ist bisher im südlichen Afrika aufgetaucht. Experten befürchten, dass es aufgrund einer ungewöhnlich großen Zahl von Mutationen hoch ansteckend sein könnte und auch leichter den Schutzschild der Impfstoffe durchdringen könnte. Großbritannien, Israel und Japan schränkten deshalb vorsorglich den Flugverkehr auf einige Länder im südlichen Afrika ein.

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