Mittwoch, Dezember 7, 2022
StartNACHRICHTENNach dem Hungerstreik im Gefängnis wird die ägyptische Aktivistin medizinisch behandelt

Nach dem Hungerstreik im Gefängnis wird die ägyptische Aktivistin medizinisch behandelt

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Im April tritt Alaa Abdel Fattah in einem ägyptischen Gefängnis in einen Hungerstreik, am Ende weigert er sich sogar, Wasser zu trinken. Nun hat die Familie Entwarnung gegeben: Der 40-Jährige wird medizinisch versorgt. Mehrere Regierungschefs fordern seit Tagen die Freilassung des Aktivisten.

Nach Angaben seiner Familie lebt der ägyptische Aktivist Alaa Abdel Fattah und wird medizinisch behandelt. Der 40-jährige britisch-ägyptische Dissident, der vor rund sieben Monaten im Gefängnis in einen Hungerstreik getreten war, befinde sich „in medizinischer Behandlung“, teilte seine Schwester Mona Seif auf Twitter mit. Dies geschieht „mit Wissen“ der Justiz.

Mona Seif erklärte, ihre Mutter Leila Sueif sei von der Gefängnisleitung darüber informiert worden, als sie erneut vor dem Wadi al-Natrun-Gefängnis rund hundert Kilometer nordwestlich von Kairo auf Nachrichten über den Zustand ihres Sohnes wartete. „Sicher sollte unsere Mutter ihn oder jemanden von der britischen Botschaft in Kairo sehen, damit wir etwas über seinen wahren Gesundheitszustand erfahren können!“ fragte die Krankenschwester.

Am Mittwoch berichtete die Familie von Gerüchten, Abdel Fattah werde zwangsernährt. Zudem hatte Mona Seif mitgeteilt, dass die Gefängnisbehörden keinen Brief ihrer Mutter an Alaa erhalten hätten, und damit die Ungewissheit über sein Schicksal erhöht: „Heißt das, dass er in einem Zustand ist, in dem er keinen Brief empfangen kann? Oder dass er es ist.“ nicht mehr in diesem Gefängnis?“

Abdel Fattah ist vor etwa sieben Monaten in den Hungerstreik getreten: Seit dem 2. April trinkt er nur noch ein Glas Tee mit einem Löffel Honig am Tag. Vor einer Woche hatte er nach Angaben seiner Familie komplett aufgehört, Kalorien zu sich zu nehmen und seit Beginn der UN-Klimakonferenz am Sonntag nicht einmal mehr Wasser zu trinken.

Großbritannien, Frankreich, UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk und Bundeskanzler Olaf Scholz haben in den vergangenen Tagen die Freilassung des Demokratieaktivisten gefordert. Ägyptens Außenminister Sameh Schukri, der auch Präsident der aktuellen UN-Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh ist, hat in den vergangenen Tagen wiederholt versichert, dass Abdel Fattah „jede notwendige Fürsorge“ erhalte. Angesichts der Weltklimakonferenz in Ägypten erhält der Fall Abdel Fattah große Aufmerksamkeit. Am Donnerstag wurden die Konferenzteilnehmer aufgefordert, sich aus Solidarität mit der Aktivistin weiß zu kleiden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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