Sonntag, September 19, 2021
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Nach dem Tod von George Floyd – US-Justizministerium verbietet Sicherheitskräften, den Würgegriff zu benutzen

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Zu oft hat es zu Tragödien geführt US-Sicherheitskräfte dürfen Verdächtige nun nicht mehr in den Würgegriff nehmen. Der Tod von George Floyd hatte die Praxis ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Das US-Justizministerium hat Bundessicherheitskräften weitgehend untersagt, Würgegriffe bei Verdächtigen einzusetzen. Die einzige Ausnahme ist, wenn die Anwendung von potenziell tödlicher Gewalt wegen drohender Gefahr erlaubt ist. Würgegriffe oder die Beeinträchtigung der Funktion der Halsschlagader durch Beamte hätten “zu oft zu Tragödien geführt”, teilte das Justizministerium mit. Zudem soll der Einsatz von Hausdurchsuchungen oder Festnahmen, bei denen Beamte nicht vorher anklopfen und ihre Ankunft ankündigen, stark eingeschränkt werden.

Die Anordnung gilt unter anderem für die Bundespolizei FBI, die Drogenfahnder der DEA sowie die Waffenbehörde ATF und die Bundesgefängnisse. Bisher gelte für die verschiedenen Behörden keine einheitlichen Regeln bezüglich der umstrittenen Methoden der Sicherheitskräfte, hieß es.

Die Verwendung von Würgen und Positionen, die die Halsschlagader beeinträchtigen, rückte letztes Jahr nach dem brutalen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis in den Fokus. Viele Polizeibehörden verboten daraufhin Würgegriffe. Der Tod von Floyd löste im ganzen Land Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Ein weißer Polizist hielt sein Knie etwa neun Minuten lang auf Floyds Kehle. Laut der Autopsie wurde Floyd ohnmächtig und starb.

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