Dienstag, Dezember 6, 2022
StartNACHRICHTENNach den US-Kongresswahlen: Midterms: Biden wartet, Trump schwächelt

Nach den US-Kongresswahlen: Midterms: Biden wartet, Trump schwächelt

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Der Ausgang der Midterms ist nach den US-Wahlen noch offen. Wie ist der aktuelle Stand und was lässt sich bereits zu den Folgen sagen?

Midterms in den Vereinigten Staaten erweisen sich immer noch als Patt. Die Frage, wer künftig die Mehrheit in den beiden Kammern des Kongresses halten wird, ist noch nicht endgültig entschieden.

Bei den Zwischenwahlen am Dienstag wurden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 34 der 100 Senatssitze im Kongress aufgehoben. Darüber hinaus wurden zahlreiche Gouvernements neu definiert. Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen und Prognosen haben die Republikaner gute Aussichten auf eine Mehrheit im Repräsentantenhaus.

Die Mehrheit im derzeit nur von Demokraten kontrollierten Senat konnte erst nach einer Abstimmung im Bundesstaat Georgia im Dezember ermittelt werden.

Das hängt stark vom endgültigen Ausgang dieser Wahlen ab: Die Demokraten von US-Präsident Joe Biden müssen in mindestens einer der beiden Kammern die Mehrheit gewinnen, damit Biden handlungsfähig bleibt.

Hätten die Republikaner in beiden Häusern eine Mehrheit, könnten sie die Entscheidungen des Präsidenten blockieren und Joe Biden müsste sich sowohl nach innen als auch nach außen beschränken. Es ist nicht unbedingt eine Drohung.

Die Partei von Bidens Vorgänger Donald Trump rechnete mit einer „roten Welle“ – Wahlforscher sagten den Republikanern einen Erdrutschsieg voraus, doch dazu kam es nicht.

Vor allem Trump, der eine erneute Kandidatur für das Weiße Haus angedeutet hatte, riskiert mittelfristig an den ausbleibenden Erfolgen hängen zu bleiben. Davon dürfte sein innerparteilicher Rivale Ron DeSantis profitieren, der bei den Regierungswahlen in Florida als Sieger hervorging.

Die republikanischen Schwergewichte zögerten zumindest kurz nach der Wahl, die Lage der Republikaner zu beurteilen und Trumps Zukunft vorherzusagen.

Vor allem beim rechtsgerichteten amerikanischen Fernsehsender Fox News fanden sich deutliche Worte. „Ron DeSantis ist der neue Führer der Republikanischen Partei“, kommentierte Kolumnistin Liz Peek.

Der 76-Jährige ist der größte „Verlierer“ der Wahl. Viele von Trumps prominenten Schützlingen mit extremen politischen Positionen haben Wahlen verloren oder sind auf den Konten überfällig.

Eine mögliche Kandidatur Trumps für die Präsidentschaftswahlen 2024 scheint nun unwahrscheinlicher als vor der Halbzeit. Trump hat den Wahlkampf stark beeinflusst: Angesichts des ausbleibenden Erfolgs könnte dies nun ein Bumerang werden.

Trumps parteiinterner Gegner DeSantis hingegen könnte den Republikanern nun als Kandidat mit den besten Aussichten erscheinen. Zumal sie bei den Wahlen in Florida bei der wichtigen Wählergruppe der Latinos einen fast einmaligen Erfolg vorweisen kann. Und er ist weniger auffällig als sein Gegner Trump.

Der ausbleibende Erfolg hat laut US-Medien zu Wutausbrüchen bei Trump geführt. Ob er wieder kandidiert, wird bald bekannt sein: Trump versprach Anfang nächster Woche eine „große Ankündigung“. Dies war jedoch vor der Halbzeit. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen glaubt nicht mehr sicher, dass Trump für ein Amt kandidieren wird.

Alle Entwicklungen zu Midterms im Liveblog:

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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