Samstag, Dezember 10, 2022
StartNACHRICHTENNach Lecks in Nord Stream schlägt Estland eine Unterwasserüberwachung der Pipeline vor

Nach Lecks in Nord Stream schlägt Estland eine Unterwasserüberwachung der Pipeline vor

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Noch ist nicht klar, wer hinter den Lecks bei Nord Stream 1 und 2 steckt. Estland befürwortet deshalb eine Unterwasserüberwachung bei der Nato. Das Verteidigungsbündnis weiß kaum, was in den Tiefen des Meeres passiert.

Nach dem Angriff auf die Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee fordert der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur eine gemeinsame NATO-Unterwasserüberwachung und einen besseren Informationsaustausch. „Seit Jahren betreibt die Nato Air Policing über der Ostsee“, sagte Pevkur der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Wir sollten jetzt auch über „Sub Policing“, also Unterwasserüberwachung, nachdenken.“

Während die Luft- und Landaufklärung der Nato bereits gut ist, hat das Verteidigungsbündnis zu wenig Informationen über die Meere – vor allem in der Tiefe. „Was die Ozeane betrifft, wissen wir nur, was an der Oberfläche passiert. Darunter wird es schwierig“, sagte Pevkur. Die Nato-Aspiranten Finnland und Schweden haben gute Aufklärungssysteme, und er hofft, dass die beiden Länder diese Informationen in Zukunft stärker mit der Nato teilen werden.

Auch der estnische Verteidigungsminister sieht Deutschland in der Pflicht. Pevkur äußerte sich in der Zeitung auch zur Frage, wer für die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines verantwortlich sein könnte: „Natürlich müssen wir noch auf die Untersuchung warten, wir haben noch keine Beweise. Aber das hat nur der Staat.“ ein Interesse an dieser Sabotage ist Russland.“

In den beiden Pipelines wurden nach Angaben der Behörden in der vergangenen Woche insgesamt vier Unterwasserlecks gefunden, aus denen tagelang enorme Mengen Gas austraten. Die Lecks befinden sich nahe der Ostseeinsel Bornholm, teils in dänischen, teils in schwedischen Gewässern. Mindestens zwei Explosionen hätten sich unter Wasser ereignet. EU und Nato gehen von Sabotage aus. Der Kreml hatte Spekulationen über eine russische Beteiligung als „dumm und absurd“ abgetan.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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