Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Nach massiven Angriffen In Kiew gibt es kaum Strom und Wasser

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Die Russen kommen auf dem Schlachtfeld nicht voran, sondern starten eine Angriffswelle auf die ukrainischen Städte. Die Schäden sind verheerend: Laut Bürgermeister Klitschko sind allein in der Hauptstadt Kiew 70 Prozent der Haushalte ohne Strom.

Am Morgen nach den schweren russischen Raketenangriffen sind die Strom- und Wasserversorgung in Kiew nur teilweise wiederhergestellt. „70 Prozent der Hauptstadt sind bisher ohne Strom“, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko auf seinem Telegram-Kanal. Immerhin konnten die Bezirke am linken Ufer des Dnjepr wieder mit Wasser versorgt werden. Die Stadtwerke arbeiten mit Hochdruck an der Schadensbeseitigung, aber auch die Stromversorgung Kiews hängt von der Stabilität des gesamten Energiesystems in der Ukraine ab.

Journalisten berichteten, dass sie die Stadt noch nie so dunkel gesehen hätten. „Genau 17 Stunden ohne Strom, Heizung, Wasser und fast keinen Empfang in meiner Wohnung“, twitterte der ukrainische Journalist Denis Trubetskoy, der auch für The Aktuelle News schreibt. „Ab 7 Uhr Ortszeit ist es teilweise wieder möglich.“ Konkret sieht es so aus: „Es gibt Strom und Wasser, WLAN funktioniert seit zehn Minuten einwandfrei, die Heizung läuft nicht, der Mobilfunkempfang ist schlecht oder gar nicht vorhanden Gegenteil.“

Laut Kiew hat das russische Militär am Mittwoch rund 70 Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgeschossen. Wie bei den vorangegangenen Angriffen waren die Ziele vor allem Objekte aus dem Energiesektor. Nach der Abschaltung der ukrainischen Kernkraftwerke infolge des Angriffs kam es landesweit zu Stromausfällen.

Der Kommandeur der russischen Truppen in der Ukraine, General Sergej Surovikin, war bereits einige Jahre zuvor bei seinem Einsatz in Syrien dafür bekannt geworden, zivile Ziele anzugreifen, um seine Gegner zu schwächen. Nach seiner Ernennung in der Ukraine sind Angriffe auf die kritische Infrastruktur des Landes zu einem Schlüsselelement der russischen Kriegsführung geworden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau „Terrorismus und Mord“ vor. „Die Ermordung von Zivilisten, die Zerstörung ziviler Infrastruktur sind Terrorakte“, sagte er vor dem Treffen auf Twitter. Die internationale Gemeinschaft müsse eine „entschlossene Antwort“ geben. „Wenn wir Minusgrade haben und Millionen von Menschen ohne Energie, ohne Heizung und ohne Wasser sind, ist das ein eklatantes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner Videoansprache.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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