Mittwoch, November 30, 2022
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Nach russischen Angriffen: Ukraine ringt um Strom- und Wasserversorgung

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Die jüngsten russischen Angriffe haben die zivile Infrastruktur der Ukraine schwer beschädigt. Wasser fließt zurück nach Kiew, aber ein Großteil der Stadt ist immer noch ohne Strom.

Nach den russischen Angriffen auf die Infrastruktur in der Ukraine waren große Teile der Hauptstadt Kiew und viele andere Landesteile zunächst ohne Zugang zu Strom und fließendem Wasser. Laut ukrainischen Quellen sind die Reparaturarbeiten in vollem Gange.

Der stellvertretende Leiter des Präsidialamts, Kyrylo Timoschenko, sagte am Donnerstag, das Stromnetz der Ukraine sei wieder intakt. Wie viele Haushalte nach den Stromausfällen am Vortag wieder mit Strom versorgt wurden, wurde jedoch nicht angegeben. Von den Angriffen war nicht nur das Netz betroffen, sondern vor allem die wichtigen Umspannwerke.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko gab bekannt, dass 70 % der Hauptstadt noch immer von der Stromversorgung abgeschnitten seien. Die Wasserversorgung ist zwar repariert, aber das Leitungssystem läuft noch immer nicht mit voller Leistung.

Infolge des russischen Bombenangriffs wurden auch drei ukrainische Kernkraftwerke vom Stromnetz getrennt. Unterdessen meldete das ukrainische Energieministerium, dass die drei Anlagen wieder am Netz seien.

Auch in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine im Osten des Landes, kam es nach Angaben des dortigen Regionalgouverneurs zu Stromproblemen und „Notstromausfällen“. „Ungefähr die Hälfte der Region Dnipropetrowsk, die ebenfalls im Zentrum liegt, hat Strom, sagte ihr Gouverneur Valentin Resnichenko.

Er warnte vor Abschaltungen zur Entlastung des Stromnetzes. Reparaturarbeiten wurden auch in anderen Teilen des Landes durchgeführt, darunter in den Regionen Riwne, Tscherkassy, ​​Kirowograd und Schytomir.

Am Mittwoch meldete die Ukraine erneut massive russische Raketenangriffe auf wichtige Infrastruktur in der Hauptstadt Kiew. Russland hat den Angaben zufolge insgesamt etwa 70 Raketen und Drohnen gegen das Land abgefeuert. Mindestens zehn Menschen seien bei dem Beschuss getötet und weitere 50 verletzt worden, berichteten lokale Medien, die von der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft zitiert wurden.

Russland weist jede Verantwortung für die Zerstörung in der Hauptstadt zurück. In Kiew sei „kein einziger Schlag“ erfolgt, teilte das russische Außenministerium mit. Jede Zerstörung ist das Ergebnis von Raketen, die von „ausländischen und ukrainischen Luftverteidigungssystemen“ aus besiedelten Gebieten von Kiew abgefeuert wurden.

Das Ministerium sprach jedoch von „massiven Schlägen“ gegen „die militärische Führung der Ukraine“ und „verwandte Energiestrukturen“. Moskaus Botschafter bei den Vereinten Nationen, Vasily Nebensia, sagte, Russland werde das militärische Potenzial der Ukraine weiter abbauen, bis Kiew eine „realistische Haltung“ zu den Verhandlungen einnehme. Die Angriffe auf die Infrastruktur seien die Antwort „auf das Auffüllen des Landes mit westlichen Waffen und unklugen Appellen an Kiew, einen militärischen Sieg über Russland zu erringen“.

In einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen verurteilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Angriffe, die ukrainische Bürger in der Kälte trafen: „Wenn in diesem Moment „Millionen von Menschen ohne Strom, ohne Heizung und ohne Wasser sind, ist das ein eklatantes Verbrechen dagegen Menschlichkeit“, sagte er am Mittwoch in seiner Videoansprache vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York.

Selensky forderte den Sicherheitsrat auf, „sich nicht von einem internationalen Terror(staat) als Geisel nehmen zu lassen“. Als eines der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen hat Russland ein Vetorecht. Damit kann Moskau jeden Beschluss der Kommission zum Krieg in der Ukraine verhindern.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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