Sonntag, Januar 23, 2022
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Nachrichtenblog Covid-19-Brandanschlag auf das Gesundheitsamt in Rheinland-Pfalz

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Die Haustür des Gesundheitsamtes in Germersheim wurde in der Nacht in Brand gesteckt. Der Landrat geht von einem gezielten Angriff aus. Alle Infos im Newsblog.

Eine schwere Corona-Welle erschüttert Deutschland: In vielen Regionen sind die Infektions- und Todeszahlen hoch, Krankenhäuser sind erneut überlastet. Nun bereitet eine neue Variante den Experten zusätzliche Sorgen: Omikron. Mehr als 72 Prozent der Bürger sind vollständig geimpft.

Auf das Gesundheitsamt der Kreisstadt Germersheim soll ein Brandanschlag verübt worden sein. Die hölzerne Haustür sei in der Nacht zum Samstag in Brand gesteckt worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Es entwickelte sich ein Schwelbrand, der das gesamte Gebäude lange Zeit verrauchte. Niemand wurde verletzt. Die Höhe des Schadens konnte die Polizei zunächst nicht beziffern.

Laut Landrat Fritz Brechtel (CDU) gibt es den Anschein eines gezielten Angriffs. „Ich habe kein Verständnis für eine solche Tat“, sagte er. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes arbeiten seit fast zwei Jahren bis an ihre Grenzen für die Menschen im Landkreis.“ Ein Angriff würde sich gegen die wichtige Arbeit der Mitarbeiter richten.

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich skeptisch gegenüber neuen Ausgabenprogrammen zur Bekämpfung der Corona-Krise geäußert. „Wir haben uns während der Pandemie an hohe Staatsleistungen gewöhnt. Diese Phase muss ein Ende haben“, sagte der FDP-Politiker der „Welt am Sonntag“. In diesem Jahr ist der Umfang bereits eng. 2023 wird die Situation durch die Rückkehr zur Schuldenbremse noch herausfordernder. „Deshalb sehe ich das Angebot neuer Boni, Subventionen und Programme kritisch.“ Mit Geld kann man auf Dauer nicht alles lösen.

Lindner beantwortete eine Frage zu einem Bonus für Corona-Impfungen. „Es gibt keine Überlegungen in der Bundesregierung“, sagte er. Er hält es für dringender, die Einsicht der Menschen zu suchen und die Infrastruktur zu verbessern.

Lindner will für besonders von den Corona-Maßnahmen betroffene Unternehmen weiterhin Überbrückungshilfen zahlen. Mit Blick auf die Wirtschaft kündigte er zudem ein bald auf den Weg gebrachtes Corona-Steuergesetz an. Damit soll es beispielsweise möglich sein, laufende Verluste mit früheren Steuergewinnen zu verrechnen. „Das ist für viele Unternehmen wichtig.“ Außerdem wird er vorschlagen, die Homeoffice-Flatrate zu verlängern und mehr Zeit für die Abgabe der Steuererklärung einzuräumen.

Christian Lindner: Der Finanzminister mahnt zur Zurückhaltung bei den Ausgaben.  (Quelle: imago images/Political Moments)Christian Lindner: Der Finanzminister mahnt zur Zurückhaltung bei den Ausgaben. (Quelle: Political Moments/imago images)

Nach mehr als einer Woche Quarantäne hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Samstag das Hotel verlassen. Ein Regierungssprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, auf seinem Programm stünden eine Joggingrunde und eine Parteivorstandssitzung. Aufgrund der damals noch geltenden Quarantäneregeln begab sich Günther am 6. Januar wegen eines positiven Corona-Tests in seinem Arbeitsumfeld in Isolation.

In den vergangenen Tagen hat der 48-Jährige seine Dienstgeschäfte deshalb von einem Kieler Hotel aus erledigt. „Was wirklich schwierig ist in der Quarantäne, egal wie diszipliniert ich bin: Alleine im Hotelzimmer kann man den Tag nicht gut strukturieren“, sagte Günther am Freitag in einem Telefonat mit dem Online-Portal shz.de. Das Wochenende gehört der Familie.

Auf den Intensivstationen ist die Omicron-Welle nach Angaben der Fachgesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin noch nicht angekommen. Er rechne aber damit, dass es in den nächsten ein bis zwei Wochen deutlich mehr Corona-Patienten in den Notaufnahmen gebe, sagte Intensivmediziner Christian Karagiannidis am Samstag im Deutschlandfunk. Der Experte leitet das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und ist Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung.

Derzeit sind vor allem jüngere Menschen bis 35 Jahre infiziert. Gleichzeitig sieht man zunehmende Infektionen in der kritischen Infrastruktur, Krankenhäuser müssen sich darauf einstellen, dass Ärzte und Pfleger ausfallen.

Karagiannidis betonte: „Wenn wir jetzt das ganze Infektionsgeschehen auf die Spitze treiben und sehr hohe Inzidenzen in Kauf nehmen, dann akzeptieren wir auch, dass das Virus die Ungeimpften bestimmt findet.“ 62 Prozent der Corona-Patienten auf den Intensivstationen sind bereits ungeimpft, nur 5 Prozent haben eine Auffrischimpfung.

In China haben die Behörden in einer weiteren Millionenstadt Fälle der hoch ansteckenden Omicron-Variante des Coronavirus entdeckt. Die südchinesische Stadt Zhuhai, die an die Sonderverwaltungszone Macau grenzt, meldete am Freitagabend sieben Omicron-Fälle. Die Behörden begannen am Freitag damit, alle 2,4 Millionen Einwohner von Zhuhai auf das Virus zu testen, nachdem Anfang der Woche ein Fall des Virus in der Nachbarstadt Zhongshan entdeckt worden war.

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