Sonntag, Mai 22, 2022
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Nagelbomben und Kanonen gebauter Essener Schüler kommt in Untersuchungshaft

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Gegen den 16-jährigen Gymnasiasten, der Gegenstände für den Bombenbau beschafft und hergestellt haben soll, wurde jetzt in Essen Haftbefehl erlassen. Funde in seiner Wohnung geben einen Blick hinter die Fassade des „unscheinbaren“ Studenten.

Nach dem mutmaßlich vereitelten Bombenanschlag auf eine Schule in Essen ist gegen den mutmaßlichen 16-jährigen Schüler Haftbefehl erlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit. Er hatte einen Angriff auf die Menschen in der High School vorbereitet, die er für diesen Freitag besuchte. Ein Richter schickte den deutschen Teenager in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl war unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat beantragt worden. Der Generalbundesanwalt geht der Mitteilung zufolge von einem rechtsextremen Motiv aus.

„Dass das Gericht den Haftbefehl erlassen hat, zeigt, wie ernst es dem mutmaßlichen Täter war“, sagte der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach. Umso wichtiger sei es, dass die Ermittlungsbehörden die Gefahr so ​​früh erkannt und gebannt hätten, so der CDU-Politiker.

Der Gymnasiast soll Gegenstände für den Bombenbau beschafft und hergestellt haben. Außerdem soll er Waffen beschafft haben, berichtete die Generalbundesanwaltschaft. Nach Angaben eines Zeugen stürmte die Polizei am Donnerstagmorgen die Wohnung der Familie des 16-Jährigen und nahm ihn fest. Umfangreiches Beweismaterial wurde sichergestellt. Die Polizei war auf rechtsextreme Schriften und Materialien zum Bombenbau gestoßen. Sprengstoff und 16 röhrenförmige Körper, einige mit Uhren und Nägeln präpariert, wurden sichergestellt, ebenso wie ein selbstgebautes Gewehr und Armbrüste mit Pfeilen.

Der Haftbefehl war auch gegen den Gymnasiasten wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz und wegen Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion beantragt worden. Laut einem Bericht der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ hatte der Verdächtige seinen „Abschied für immer“ und ein „Geschenk für alle“ angekündigt. Der Leiter der kirchlichen Einrichtung, zu der die Jugendschule gehört, Pater Otto Nosbisch, berichtete, der Jugendliche habe seine Pläne mehreren Mitschülern angedeutet. Da er zuvor von Waffen gesprochen hatte, nahmen die Mitschüler das ernst und gingen zu einem Lehrer, der die Schulleitung informierte.

Der Jugendliche sei ein sehr guter Schüler gewesen und habe sich nach außen unauffällig verhalten, berichtete Pater Nosbisch. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden jedoch Hinweise gefunden, dass der 16-Jährige psychische Probleme hatte, wie NRW-Innenminister Herbert Reul am Vortag berichtete. Nach Angaben des CDU-Politikers seien Notizen gefunden worden, die als „eindringlicher Hilferuf eines verzweifelten jungen Mannes“ gelesen werden könnten.

Mit Sprengstoffspürhunden waren die jetzigen und ehemaligen Schulen der Schüler durchsucht worden. Es wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Die Maßnahmen sind nun abgeschlossen. Die Schule des Jugendlichen, das Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck, blieb am Freitag geschlossen. „Die Kolleginnen und Kollegen werden in der Schule zusammenkommen, um sich auf das Geschehene und die nächsten Tage vorzubereiten. Dazu gehören auch die wichtigen mündlichen Abiturprüfungen am kommenden Montag“, erklärte die Schulleitung auf der Schulhomepage. „Wir sind dankbar, dass uns Schlimmeres erspart geblieben ist.“

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