Sonntag, Januar 23, 2022
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Nato-Insider befürchten russischen Angriff an mehreren Fronten

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Innerhalb der Nato gibt es einem Medienbericht zufolge Befürchtungen, Russland könnte seine zuletzt massiv verstärkte Militärpräsenz nutzen, um auf breiter Front zuzuschlagen – auch gegen Mitgliedsstaaten. Die NATO würde einer solchen Eskalation nicht so schnell entgegentreten können.

ichOffenbar kursieren innerhalb der Nato Warnungen, der russische Präsident Wladimir Putin könnte über die Ukraine hinaus einen bewaffneten Konflikt mit dem Westen suchen. Wie Diplomaten aus mehreren Staaten des Militärbündnisses dem „Spiegel“ berichteten, gibt es Befürchtungen, dass die russischen Streitkräfte ihre zuletzt massiv verstärkte Präsenz im Mittelmeer, im Nordatlantik und in der Arktis nutzen könnten, um auf breiter Front zuzuschlagen – auch gegen NATO-Staaten. In einem solchen Fall ist auch mit massiven Desinformationskampagnen und Cyberangriffen zu rechnen.

Konkrete Hinweise auf Vorbereitungen für einen solchen Angriff gibt es laut Nato derzeit nicht. Doch Moskaus Eskalationschancen sind real – und im Ernstfall müsste die Nato Russland weder militärisch noch digital schnell kontern.

Zuletzt hat die russische Regierung die NATO aufgefordert, sich vertraglich zu verpflichten, keine weiteren ehemaligen Sowjetrepubliken mehr aufzunehmen und ihre Truppen aus den östlichen Verbündeten abzuziehen. Putin hat rund 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine versammelt.

Ein führender russischer Diplomat hat auch die Möglichkeit eines Eingreifens des russischen Militärs auf dem amerikanischen Kontinent untersucht. Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Ryabkov sagte in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender RTVI TV am Donnerstag, er könne die Möglichkeit einer Stationierung von militärischer Infrastruktur durch Russland in Kuba und Venezuela weder bestätigen noch ausschließen.

Rjabkow hatte am Montag in Genf die russische Delegation bei den amerikanisch-russischen Gesprächen zur angespannten Lage an der ukrainischen Grenze und anderen Sicherheitsfragen geleitet. Die Gespräche in Genf und die Gespräche zwischen Russland und der Nato in Wien am Mittwoch konnten die Gräben hinsichtlich der von Russland geforderten Sicherheitsgarantien vor dem Hintergrund des russischen Truppenaufbaus in der Nähe der Ukraine nicht überwinden.

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