Dienstag, Januar 31, 2023
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Neue Angriffe aus dem Norden? Minsk und Moskau beginnen Militärmanöver

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Vor fast genau einem Jahr nutzte Russland Weißrussland für den ersten Angriff auf die Ukraine. Nun starten Minsk und Moskau gemeinsam ein Militärmanöver. In der Ukraine wächst die Angst vor einem weiteren Angriff aus dem nördlichen Nachtbarland.

Inmitten der Befürchtungen in der Ukraine vor erneuten russischen Angriffen, auch aus Weißrussland, haben Minsk und Moskau Manöver mit ihren Luftstreitkräften begonnen. Das belarussische Verteidigungsministerium gab in Minsk bekannt, dass das Hauptziel der gemeinsamen taktischen Übung von Flugeinheiten verschiedener Militäreinheiten darin besteht, das Zusammenspiel zu verbessern, um Kampftrainingsaufgaben zu erfüllen. Im Land seien alle Militärflugplätze und Truppenübungsplätze der Luftwaffe und der Luftverteidigung der Republik Belarus beteiligt, hieß es.

Unterdessen hielt sich in der benachbarten Ukraine die Befürchtung, dass Russland wie zu Beginn des Krieges vor gut einem Jahr erneut Weißrussland für einen Angriff auf das Land einsetzen könnte. Der Machthaber Alexander Lukaschenko in Weißrussland hatte stets betont, er wolle sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen. Die Ukraine betrachtet Weißrussland jedoch seit langem als Kriegspartei. Russland hatte kürzlich Tausende von Soldaten und Militärtechnik in das Land verlegen lassen.

Westliche Militärexperten haben immer vor der Gefahr eines Angriffs auf die Ukraine aus Weißrussland gewarnt. Eine neue Offensive von dort halten sie derzeit aber nicht für sehr wahrscheinlich, weil unter anderem die Truppenkonzentration zu gering ist. Das ukrainische Militär bezeichnete die Gefahr dennoch als real. Nach erneuten massiven Raketenangriffen auf die Ukraine am Samstag gab das ukrainische Militär bekannt, dass auch aus dem Norden Raketen gekommen seien. Das ist Weißrussland. Die Raketen – möglicherweise ballistisch – konnten daher nicht geortet und zerstört werden. Auch in der Hauptstadt Kiew hatte der Luftalarm wegen der späten Ortung mit Verzögerung begonnen.

Belarus betonte jedoch den Übungscharakter des Manövers. Dabei geht es um vielfältige Themen, darunter die Organisation der Luftaufklärung, gemeinsame Luftpatrouillen an Staatsgrenzen, Truppenunterstützung aus der Luft, die taktische Landung eines Flugzeugs mit Fallschirmjägern, die Lieferung von Hilfsgütern und die Bergung von Verletzten. Im vergangenen Jahr ging ein ebenfalls zum Manöver deklarierter russischer Truppeneinsatz in Weißrussland nahtlos in den Angriffskrieg gegen die Ukraine über.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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