Donnerstag, September 23, 2021
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Neue Funde in den Büchern der Kanzlerkandidaten – Plagiatsjäger: Stoppt 100 Fragmente zu suchen

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Laut einer Plagiatsjägerin hat die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in ihrem Buch mindestens 100 Mal betrogen. Auch bei Armin Laschet und Olaf Scholz soll er Auffälligkeiten gefunden haben.

Plagiatsjäger Stefan Weber hat nach eigenen Angaben die Bücher der Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock und Armin Laschet genauer unter die Lupe genommen und vor allem deutlich problematischere Übereinstimmungen mit ausländischen Texten gefunden als bisher im Fall des Grünen-Chefs Baerbock bekannt .

Er habe die Untersuchung von Baerbocks Buch “Jetzt. Wie wir unser Land erneuern” mit 100 Plagiatsfragmenten abgeschlossen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sagte Weber in seinem Abschlussbericht am Montagabend. Zuerst berichtete die “Bild”-Zeitung.

Weber listet auch weitere auffällige Passagen in dem Buch des NRW-Ministerpräsidenten und Unionskanzlerkandidaten Laschet auf. Er erhebt auch Vorwürfe gegen den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Keiner der Betroffenen hat sich am Montagabend zu Webers Berichten geäußert.

Weber spricht in Laschets Buch “The Rising Republic. Immigration as Opportunity” von insgesamt 17 kritischen Fragmenten und in Scholz’ Buch “Land of Hope. A New German Reality” von drei verifizierten Plagiatsfragmenten. Die Prüfung von Scholz’ Buch ist noch nicht abgeschlossen. Auch in seinen Reden gibt es erste Gemeinsamkeiten.

“Natürlich ist der politische Diskurs genauso mutig wie in der Wissenschaft, aber so prägend wie von Annalena Baerbock wurde er noch nicht dokumentiert”, erklärt Weber. “Sie ist Frau Guttenberg des politischen Sachbuches.” Aber Laschet und Scholz “würden auch erwarten, dass sie ihre eigenen Worte verwenden, wenn sie nicht direkt zitieren.”

Baerbock hatte bereits mehrfach zugegeben, dass er Fehler in ihrem Buch gemacht hatte. Ihr Verlag hatte angekündigt, das Buch mit zusätzlichen Quellen zu versehen. Am späten Montagabend äußerten sich die Grünen nicht zu den neuen Vorwürfen Webers.

Die Staatskanzlei von Ministerpräsident Laschet in Düsseldorf äußerte sich am Montagabend zunächst nicht. Laschet hatte Ende Juli erklärt, es gebe offensichtliche Fehler in seinem Buch von 2009, für die er verantwortlich sei. “Mindestens ein Autor des im Buch verwendeten Materials wird weder im Text noch im Quellenverzeichnis genannt”, sagte er damals. Dafür entschuldigte er sich ausdrücklich. Um zu klären, ob es weitere Fehler gab, ließ er das Buch überprüfen. Die SPD wollte sich am Abend nicht äußern.

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