Dienstag, August 9, 2022
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Neue Kämpfe in Berg-Karabach

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Seit 2020 gilt in der Südkaukasus-Region Berg-Karabach ein Waffenstillstand. Nun wurde das ohnehin schon fragile Abkommen gebrochen. Die Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan meldeten übereinstimmend neue Auseinandersetzungen.

In der Südkaukasus-Region Berg-Karabach ist es offenbar zu neuen Auseinandersetzungen zwischen den Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan gekommen. Sowohl aserbaidschanische als auch armenische Behörden bestätigten die Zusammenstöße.

Das Verteidigungsministerium in Aserbaidschan sagte, armenische Kämpfer hätten versucht, einen Hügel in der Region zu besetzen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Staatliche Streitkräfte hätten diesen Angriff abgewehrt. Mehrere Armenier und ein Soldat aus Aserbaidschan wurden getötet. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete unter Berufung auf aserbaidschanische Angaben, der getötete Soldat sei durch Beschuss aus dem seit Kriegsende im November 2020 von russischen Friedenstruppen kontrollierten Gebiet ums Leben gekommen.

Laut Reuters sagte das armenische Außenministerium auch, es habe einen Angriff in Berg-Karabach gegeben. Dies war jedoch von aserbaidschanischen Streitkräften gekommen. Armenische Soldaten sind Ziel von Drohnenbeschuss geworden. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, den seit Kriegsende im Jahr 2020 geltenden Waffenstillstand gebrochen zu haben. Dabei wurde nach armenischen Angaben mindestens ein Angehöriger der eigenen Armee getötet und acht weitere Menschen verletzt.

Russland sieht die Verantwortung für die neuen Auseinandersetzungen auch auf Seiten Aserbaidschans, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Im Konflikt um Berg-Karabach wird Armenien von Russland unterstützt, während Aserbaidschan von der Türkei unterstützt wird.

Der Konflikt um die Region entbrannte nach dem Ende der Sowjetunion 1991, in der Berg-Karabach den Status einer autonomen Region der UdSSR innehatte. Mit der Unabhängigkeitserklärung Armeniens und Aserbaidschans beanspruchten beide Staaten das rund 12.000 Quadratkilometer große Gebiet für sich. Das überwiegend von Armeniern bewohnte Gebiet gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan.

1992 brach in der Gegend ein Krieg aus, bei dem in den nächsten zwei Jahren rund 30.000 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben wurden. Der Krieg endete 1994 – vorläufig mit einem armenischen Sieg. 2020 eroberte Aserbaidschan große Teile der Region zurück. Mindestens 6.500 Menschen starben bei den Kämpfen, die rund sechs Wochen dauerten. Die schweren Kämpfe endeten mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstands im November 2020, der seit seiner Unterzeichnung immer wieder gebrochen wurde.



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Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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