Dienstag, Juni 28, 2022
StartNACHRICHTENNeue Kampfjets der Bundeswehr-Luftwaffe wollen alle F-35 in Rheinland-Pfalz stationieren

Neue Kampfjets der Bundeswehr-Luftwaffe wollen alle F-35 in Rheinland-Pfalz stationieren

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F-35-Kampfjets sollen die alternden Tornados der Bundeswehr ausmustern. Es ist geplant, dass die 35 Flugzeuge nach dem Kauf auf der Büchel Air Base ihr Zuhause finden werden. Auf dem Militärstützpunkt sollen US-Atombomben gelagert sein.

Die Bundeswehr will alle künftigen Stealth-Jets vom Typ F-35 auf einen rheinland-pfälzischen Militärflugplatz nahe der Mosel bringen. „Die Luftwaffe plant, alle zu beschaffenden 35 F-35 A nach Fortschreiten/Abschluss der Bauarbeiten auf dem Fliegerhorst Büchel zu stationieren“, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Bonn.

Die F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt und wird auch für die sogenannte nukleare Beteiligung Deutschlands angeschafft – ein Nato-Abschreckungskonzept, bei dem Verbündete Zugriff auf US-Atombomben haben. Unbestätigten Informationen zufolge befinden sich die letzten dieser Waffen in Deutschland in Spezialbunkern in Büchel. Die F-35 des Herstellers Lockheed Martin soll als Nachfolgemodell der vor gut 40 Jahren eingeführten Tornado-Flotte im Rahmen des 100-Milliarden-Euro-Sonderprogramms der Bundeswehr beschafft werden.

Die geplante Kompletterneuerung der Start- und Landebahn auf dem Militärflugplatz Büchel bei Cochem an der Mosel soll laut dem Sprecher des Bundesamtes voraussichtlich im Februar 2026 abgeschlossen sein den Flugbetrieb weiter einschränken“, fügte er hinzu. Die Gesamtausgaben werden auf rund 170 Millionen Euro geschätzt. Die aktuellen Tornado-Kampfflugzeuge und Mitarbeiter des Standorts Büchel würden derweil auf den Militärflugplatz Nörvenich in Nordrhein-Westfalen verlegt.

Zum Schutz vor Atomwaffengegnern hat der Luftwaffenstützpunkt Büchel laut dem Sprecher bereits einen neuen 11,5 Kilometer langen Außenzaun samt Postweg erhalten. Die technische Überwachung ist derzeit in Planung. „Die Kosten der bisher durchgeführten Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 18 Millionen Euro“, sagte der Bundesamtssprecher mit Blick auf den neuen Außenzaun. Das bedeutet, dass jeder Kilometer Zaun mehr als eine Million Euro kostet.

Immer wieder hatten Demonstranten zuvor den alten, einfacheren Zaun überwunden und Klagen wegen Hausfriedensbruchs geführt. Atomwaffengegner, etwa von der 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Internationalen Kampagne für nukleare Abrüstung (ICAN), haben für den 5. bis 10. Juli 2022 erneut eine Protestwoche in Büchel angekündigt. Sie erklärten: „Mit der Ukrainekrieg wächst die Angst vor einem Atomkrieg.“ Ab 2023 sollen „neue US-Atomwaffen in Deutschland stationiert werden“.

Nach unbestätigten Informationen sollen im Notfall US-Atombomben von Kampfjets der Bundeswehr in Büchel abgeworfen werden. Zum Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine erklärte die Bundeswehr: „Angesichts der angespannten Sicherheitslage an der Nato-Ostflanke sind die Anforderungen an die Aufrechterhaltung der militärischen Sicherheit gestiegen. Angaben zur Truppe werden daher im Zweifelsfall nicht gemacht .“

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