Dienstag, Dezember 6, 2022
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Neue Minen und Kohlekraftwerke Umweltschützer kritisieren fossile Projekte in Afrika

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Fossile Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle tragen erheblich zur globalen Erwärmung bei. Umweltorganisationen werfen Energiekonzernen vor, solche Projekte in Afrika zu fördern. Der Vorwurf gilt auch für Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften.

Umweltverbände werfen Energiekonzernen vor, trotz Klimakrise Großprojekte zum Ausbau fossiler Brennstoffe in Afrika zu verfolgen. Der Bericht von Urgewald und anderen Organisationen identifiziert 200 Unternehmen in 48 Ländern des Kontinents, die nach neuen fossilen Brennstoffen suchen, sie entwickeln oder Infrastrukturen wie Flüssiggasterminals, Ölpipelines oder Gas- und Kohlekraftwerke entwickeln.

„Fossile Brennstoffe sind die Hauptursache der Klimakrise und Afrika ist härter betroffen als jeder andere Kontinent“, kritisierte Omar Elmawi, Koordinator der Kampagne „Stop East African Crude Oil Pipeline“ (EACOP) auf der Weltklimakonferenz in Sharm el Sheikh , Ägypten. Der Bericht basiert auf Daten aus Urgewalds öffentlicher Datenbank Global Oil and Gas List (GOGEL). Unter anderem wird der französische Ölmulti Totalenergies genannt. Auch der staatliche algerische Öl- und Gaskonzern Sonatrach und der italienische Ölkonzern Eni gehören dem Bericht zufolge zu den Big Playern bei der Exploration und Förderung von Öl und Gas in Afrika.

Dem Bericht zufolge ist die Zahl der geplanten Kohlekraftwerke in Afrika in den vergangenen vier Jahren zurückgegangen. In elf Ländern sind jedoch neue Kohlekraftwerke, Kohleminen oder Infrastrukturmaßnahmen für den Verkehr geplant oder in Entwicklung. In neun Ländern werden 70 neue Kohleminen erschlossen oder bestehende ausgebaut. Die Umweltverbände werfen Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften vor, Unternehmen zu finanzieren, die auch neue fossile Projekte in Afrika fördern.

Mit Stand Juli 2022 hielten mehr als 5.000 institutionelle Anleger Aktien und Anleihen dieser Unternehmen im Gesamtwert von rund 109 Milliarden Dollar (rund 106 Milliarden Euro). Gleichzeitig haben Geschäftsbanken dem Bericht zufolge zwischen Januar 2019 und Juli 2022 schätzungsweise rund 98 Milliarden Dollar an Konsortialkrediten (44 Milliarden) und sogenannten Underwriting-Mandaten (54 Milliarden) vergeben, bei denen sich der Konsortialführer verpflichtet zur Durchführung eines Darlehensgeschäftes.

Für welche Projekte die Unternehmen das Geld tatsächlich verwenden, verrät der Bericht nicht. Genaue Angaben zu den Anteilen einzelner Kreditinstitute an einem Konsortialkredit werden in der Regel nicht veröffentlicht und beruhen daher weitgehend auf Annahmen. Bilaterale Kredite einzelner Banken konnten nicht erfasst werden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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