Dienstag, Oktober 19, 2021
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Neuer Oppositionskandidat des Budapester Bürgermeisters trifft nicht auf Orban

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Die ungarische Opposition sucht ihren Spitzenkandidaten mit mehreren Vorwahlen. Überraschenderweise bleibt der Bürgermeister der Hauptstadt Budapest zurück – und zieht sich zurück. Unter den beiden verbleibenden Bewerbern gibt es nun einen klaren Favoriten.

Budapests Oberbürgermeister Gergely Karacsony verzichtet bei den Parlamentswahlen in Ungarn im Frühjahr auf die Spitzenkandidatur der Opposition. „Ich beende meinen Wahlkampf (…) und ich denke, dass Peter Maki-Zay die Opposition vereinen und zu einem Wahlsieg führen kann“, sagte er in Budapest. Die ungarische Opposition sucht derzeit ihren Spitzenkandidaten über die Vorwahl, die zweite Runde beginnt am Sonntag und dauert sieben Tage.

Marki-Zay und die Sozialdemokratin Klara Dobrev sind die letzten verbleibenden Kandidaten. Der Sieger der Vorwahl soll den seit 2010 amtierenden rechtsextremen Ministerpräsidenten Viktor Orban herausfordern.

Dobrev gewann mit 34 Prozent der Stimmen die erste Vorwahlrunde deutlicher als erwartet. Der linksgrüne Karacsony kam auf 27 Prozent, Marki-Zay, ein unabhängiger Bürger und Bürgermeister der Stadt Hodmezövasarhely, auf 20 Prozent. Die drei Erstplatzierten qualifizierten sich für die zweite Runde. Karacsony und Marki-Zay verhandelten schließlich miteinander, welcher der beiden zugunsten des anderen zurücktreten sollte.

Sowohl Politiker als auch eine Reihe von Beobachtern sind der Meinung, dass Dobrev als Herausforderer von Orban kaum eine Chance hätte. Ihr Mann, der ehemalige Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany, hatte in einer gruppeninternen Rede zugegeben, die Wähler angelogen zu haben. Dies führte im Herbst 2006 zu heftigen Unruhen.

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