Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Neues Luftkampfsystem Politische Einigung zum Streitthema Luftkampfsystem FCAS

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Seit über einem Jahr verhandeln die Konzerne Airbus und Dassault über die Aufgabenverteilung für das Kampfjet-Projekt FCAS. Eine Einigung kann nur auf Regierungsebene erzielt werden. Nun sollen die Industrieverträge unterzeichnet werden.

Deutschland hat mit Frankreich und Spanien eine politische Einigung zur Weiterentwicklung des Luftkampfsystems FCAS erzielt. Nach intensiven Verhandlungen habe FCAS nun eine Industrievereinbarung zur nächsten Phase des Programms erzielt, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. Parallel zu den Branchenverhandlungen wurde auch auf höchster Regierungsebene bestätigt, dass in dem unter französischer Gesamtverantwortung stehenden Projekt ein kooperativer Ansatz auf Augenhöhe verfolgt wird. Damit ist der Weg frei für die Fortführung des milliardenschweren Luftkampfsystems.

„Die politische Einigung bei FCAS ist ein großer Schritt und – gerade in diesen Zeiten – ein wichtiges Zeichen der hervorragenden deutsch-französisch-spanischen Zusammenarbeit“, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. „Sie stärkt die militärischen Fähigkeiten Europas und sichert wichtiges Know-how für unsere, aber auch für die europäische Industrie.“

Das Projekt hatte zuletzt vor allem zwischen Deutschland und Frankreich für Spannungen gesorgt. Die an der Entwicklung des neuen Kampfflugzeugs beteiligten Unternehmen Dassault und Airbus hatten sich nicht auf eine Aufgabenverteilung einigen können; Die Branche hatte über ein Jahr lang verhandelt.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass der Abschluss der politischen Gespräche den Weg für die Unterzeichnung der Industrieverträge geebnet habe. Die Einigung wurde kurz vor einem Treffen zwischen der französischen Premierministerin Élisabeth Borne und Bundeskanzler Olaf Scholz am Donnerstag in Berlin erzielt.

Das Luftkampfsystem FCAS soll ab 2040 einsatzbereit sein und den Eurofighter ersetzen. Sie soll in Verbindung mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist damit mehr als ein Kampfflugzeug. Die Gesamtkosten wurden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt. In Phase 1B sollen Flugzeugdemonstratoren gebaut und bis 2027 die ersten Testmaschinen fliegen. An dem Projekt sind die Industrien Deutschlands, Frankreichs und jetzt auch Spaniens beteiligt. Ein weiterer Streitpunkt war, wer die Nutzungsrechte hält, wenn technologische Quantensprünge mit Steuergeldern dieser Größenordnung finanziert werden. Das Projekt wurde im Juli 2017 von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorgestellt.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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