Dienstag, Oktober 26, 2021
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Neues Mammutverfahren? – Freisprüche nach dem Einsturz des Stadtarchivs aufgehoben

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Kehrt um beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Ein Gericht in Karlsruhe hat den Freispruch zweier Bauleiter aufgehoben. Nun muss der Prozess erneut ausgerollt werden.

Mehr als zwölf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit zwei Toten hob der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Freisprüche zweier Bauleiter auf. Der Mammutprozess rund um die Katastrophe vom 3. März 2009 wird damit in Teilen wieder ausgerollt.

Eine weitere Kammer des Landgerichts Köln muss nun erneut entscheiden. Die Männer wurden im Oktober 2018 vom Landgericht Köln vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen.

Am Bauzaun hängt ein Schild mit einem Hinweis auf die Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs: Die Tragödie beschäftigte jahrelang die Gerichte.  (Quelle: dpa/Berg)Am Bauzaun hängt ein Schild mit einem Hinweis auf die Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs: Die Tragödie beschäftigte jahrelang die Gerichte. (Quelle: Berg/dpa)

Direkt vor dem ehemaligen Archivgebäude wurde die Kölner Nord-Süd-Stadtbahn errichtet. Das Archivgebäude fiel in eine tiefe Ausgrabung. Das Landgericht Köln entschied im Oktober 2018, dass der Einsturz des Stadtarchivs auf einen schwerwiegenden Fehler beim Bau der Schlitzwand für das Gleisumbauwerk Waidmarkt zurückzuführen sei.

Der Neubau wurde im September dieses Jahres eröffnet. Es ist nach Angaben der Stadt Europas modernstes Stadtarchiv mit einer eigens entwickelten Gebäudetechnik. Im Neubau für das Historische Archiv und das Rheinische Bildarchiv finden 50 Kilometer Regalarchiv Platz. Jeder, der sich für Geschichte interessiert, soll dort arbeiten und Dokumente einsehen können.

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