Montag, Dezember 6, 2021
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Newsblog Covid-19-Fallzahlen steigen – Israel befürchtet fünfte Corona-Welle

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Fast die Hälfte der israelischen Bevölkerung hat bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Trotzdem nimmt die Zahl der Infektionen wieder Fahrt auf. Droht eine fünfte Welle? Alle Infos im Newsblog.

So dramatisch war die Lage noch nie: Deutschland wird von der vierten Welle der Corona-Krise überrollt, bundesweit steigen die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen und die Zahl der Todesfälle. Die Politiker achten jetzt besonders auf die Werte der Krankenhausaufenthalte. Einen Überblick über die Situation in Ihrem Bundesland finden Sie Hier. Die Impfrate (voll geimpft) gegen das Coronavirus liegt bei rund 68 Prozent.

Israel steht nach Angaben des nationalen Corona-Kommissars Salmans Sarka am Anfang einer neuen Infektionswelle. Aus Sicht der Experten komme der jüngste Anstieg der Neuinfektionen „zu früh und zu schnell“, berichtete das Radio. Im September befand sich Israel mit mehr als 11.000 neuen Fällen pro Tag auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie. Mithilfe von Auffrischimpfungen konnte die Zahl der Infektionen auf durchschnittlich 400 pro Tag gesenkt werden. Die vierte Corona-Welle galt als überwunden.

Zuletzt verzeichnete das Gesundheitsministerium jedoch einen leichten Anstieg der Fallzahlen und des R-Wertes, der die Infektionsrate widerspiegelt. Experten erklären dies dem Bericht zufolge unter anderem mit der sinkenden Immunität von mehr als einer Million Israelis, die ihre zweite Impfdosis vor mehr als sechs Monaten erhalten haben.

Ende Juli startete Israel als erstes Land der Welt eine Auffrischungskampagne mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Fünf Monate nach der zweiten Impfung können Israelis eine Auffrischimpfung erhalten. Auch die Impfung für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren hat in dieser Woche begonnen. Von 9,4 Millionen israelischen Staatsbürgern wurden inzwischen rund 43 Prozent dreimal geimpft. Fast zwei Drittel erhielten mindestens zwei Spritzen.

Kaum sind viele Impfstellen geschlossen, stehen die Menschen nun wieder massenhaft für ihre Corona-Piks an. Stichwort: Booster. Doch die erneute Akkordimpfung hinterlässt bereits Spuren. Lesen Sie hier mehr.

Die Impfrate in Deutschland steigt deutlich: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden am Mittwoch 795.386 Menschen geimpft. Darunter waren 101.338 Erstimpfungen, 67.513 Zweitimpfungen und 626.535 Auffrischimpfungen. Zum ersten Mal seit dem 16. September hatten mehr als 100.000 ungeimpfte Menschen eine Spritze. 68,2 Prozent der Gesamtbevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft. In Bremen sind es 79,8 Prozent, in Sachsen nur 57,9 Prozent.

In der Europäischen Union können sich bald Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Dafür ist der Impfstoff von Biontech zugelassen. Lesen Sie hier mehr.

Die Intensivmediziner haben sich für eine Impfpflicht für Erwachsene ausgesprochen. „Es ist wichtig, unsere Patienten zu schützen, Menschenleben zu retten und auch unser Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Donnerstag nach einstimmigem Beschluss der Präsidium.

Es gibt keine Alternative zur obligatorischen Impfung für alle Erwachsenen, um die Pandemie langfristig hinter sich zu lassen. Die Hoffnung auf eine größere Impfbereitschaft der Bevölkerung hatte sich nicht erfüllt. Die Mitarbeiter in den Kliniken und insbesondere auf den Intensivstationen und in der Notfallmedizin brauchen jedoch eine Perspektive. „Wir können nicht jede Wintersaison eine weitere Welle zahlreicher schwerer Covid-19-Verläufe riskieren“, warnte Marx.

Divi lehnt Impfpflichten nur für bestimmte Berufsgruppen ab, etwa für Pflegepersonal. Dies ist weder ausreichend noch moralisch vertretbar. Erforderlich sei „die gesamtgesellschaftliche Solidarität, um das Gesundheitssystem erhalten zu können“. Dabei geht es nicht nur um die Versorgung von Patienten mit einer Corona-Infektion, sondern auch um eine Vielzahl von Patienten mit anderen schweren Erkrankungen und Verletzungen, die ebenfalls einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen.

Bei der Einreise in die EU sollte der Impfausweis künftig nicht älter als neun Monate sein. Das empfiehlt zumindest die Kommission. Aber das geht den ersten Staaten nicht weit genug. Lesen Sie hier mehr.

Kann man trotz Corona-Pandemie den Straßenkarneval feiern? Darüber gehen die Vorstellungen auseinander. Einem Bericht zufolge soll der Höhepunkt des Kölner Karnevals eigentlich stattfinden – ein erster Plan steht bereits. Lesen Sie hier mehr.

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