Montag, November 29, 2021
StartNACHRICHTENNewsblog Covid-19 Luftwaffe könnte ab morgen Patienten verlegen

Newsblog Covid-19 Luftwaffe könnte ab morgen Patienten verlegen

- Anzeige -


Die Bundeswehr könnte ab Freitag mit zwei Flugzeugen Corona-Patienten durch Deutschland fliegen. Der erste Transport soll von Süden nach Westen erfolgen. Alle Infos im Newsblog.

So dramatisch war die Lage noch nie: Deutschland wird von der vierten Welle der Corona-Krise überrollt, bundesweit steigen die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen und die Zahl der Todesfälle. Die Politiker achten jetzt besonders auf die Werte der Krankenhausaufenthalte. Eine Übersicht zur Situation in Ihrem Bundesland finden Sie Hier. Die Impfrate (voll geimpft) gegen das Coronavirus liegt bei rund 68 Prozent.

Die Bundeswehr bereitet den Start von Luftwaffenflügen zur Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie ab Freitag vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegen Pläne auf dem Tisch, die einen Flugverkehr vom bayerischen Flughafen Memmingen nach Nordrhein-Westfalen vorsehen. Eine Landung auf dem Flughafen Münster-Osnabrück ist geplant.

Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen genutzt werden, um bei regionalen Engpässen in Krankenhäusern Intensivpatienten in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. Die endgültige Entscheidung über die Einzelheiten des Einsatzes der Luftwaffe wird erst am Freitag fallen.

Die Air Force hat zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs dieser Behandlungsplätze sowie eine umgebaute Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH („open sky“). Darin wurden zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut. Auch in Wunstorf (Niedersachsen) ist ein A400M MedEvac stationiert.

Nach heftiger Kritik wird die Testpflicht für geimpftes oder genesenes Personal in medizinischen Einrichtungen, wie sie das neue Infektionsschutzgesetz vorschreibt, gelockert. Die Gesundheitsminister der Länder haben sich am Donnerstag darauf geeinigt, auch bei voll geimpften Mitarbeitern die täglichen Tests auszusetzen, da dies zu „unzumutbaren Belastungen“ führen würde. Zwei Tests pro Woche seien ausreichend, erklärten die Ressortleiter der Länder. Medizinische Vertreter befürworteten den Schritt. Patientenvertreter äußerten jedoch Bedenken.

Corona-Test: Geimpftes Pflegepersonal muss sich künftig nicht mehr täglich testen.  (Quelle: imago images / Rupert Oberhäuser)Corona-Test: Geimpftes Pflegepersonal muss sich künftig nicht mehr täglich testen. (Quelle: Rupert Oberhäuser / imago images)

„Tägliche Tests, insbesondere von Geimpften und Genesenen, sind für die Mitarbeiter äußerst belastend und völlig unzumutbar“, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU). Zwei Selbsttests pro Woche „mit einem Antigen-Schnelltest des Arbeitgebers“ sind ausreichend. Der Bundesgesetzgeber muss die entsprechende Regelung in § 28b Abs. 2 Infektionsschutzgesetz unverzüglich anpassen. „Außerdem belasten tägliche Tests für Geimpfte die Testkapazitäten“, betonte Holetschek. „In vielen Ländern mit hohen Infektionszahlen sind die Laborkapazitäten bereits erschöpft.“ Die Ministerinnen und Minister der Länder einigten sich zudem darauf, die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentations- und Berichterstattungspflicht über die Prüfungen auszusetzen.

Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz müssen Mitarbeiter in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen vor Arbeitsaufnahme einen Corona-Test durchführen – unabhängig von ihrem Impfstatus. Die Testergebnisse müssen daher täglich dokumentiert und regelmäßig an die zuständigen Gesundheitsbehörden übermittelt werden. Geimpfte und rekonvaleszente Patienten können nur alle 48 Stunden getestet werden, wenn ein PCR-Test verwendet wird.

Tschechien ruft wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen erneut den nationalen Notstand aus. Das teilte der amtierende Premierminister Andrej Babis nach einem Bericht der Agentur CTK in Prag am Donnerstag mit. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Darüber hinaus können Medizinstudierende zu einem Krankenhausaufenthalt verpflichtet werden. Nach einem Kabinettsbeschluss gilt die Maßnahme ab Freitag zunächst für 30 Tage.

Besonders stark betroffen sind die östlichen Landesteile. Am Donnerstag wurden 19 Corona-Patienten mit Hubschrauber und Krankenwagen aus überlasteten Brünner Krankenhäusern nach Prag verlegt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg landesweit auf 1.097 pro 100.000 Einwohner. Nur knapp 6,3 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner Tschechiens sind vollständig geimpft. In vielen Bereichen, etwa in Hotels und Restaurants, gilt mittlerweile die 2G-Regel (geimpft oder genesen).

Die Opposition, die bei den Wahlen im Oktober die Mehrheit errang und die künftige Regierung stellen soll, beklagte sich im Vorfeld, an den Entscheidungen nicht beteiligt gewesen zu sein. „Niemand hat mit uns eine Notstandserklärung konsultiert“, kritisierte der konservative Gesundheitsexperte Tom Philipp. Der letzte Ausnahmezustand war von Anfang Oktober 2020 bis Mitte April 2021.

Corona-Impfung in Israel: Das Land befürchtet eine fünfte Welle.  (Quelle: imago images / Xinhua)Corona-Impfung in Israel: Das Land befürchtet eine fünfte Welle. (Quelle: Xinhua / imago images)

Israel steht nach Angaben des nationalen Corona-Kommissars Salmans Sarka am Anfang einer neuen Infektionswelle. Aus Sicht der Experten komme der jüngste Anstieg der Neuinfektionen „zu früh und zu schnell“, berichtete das Radio. Im September befand sich Israel mit mehr als 11.000 neuen Fällen pro Tag auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie. Mit Hilfe von Auffrischimpfungen konnte die Zahl der Infektionen auf durchschnittlich 400 pro Tag gesenkt werden. Die vierte Corona-Welle galt als überwunden.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare