Mittwoch, Januar 19, 2022
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"Niemand muss sterben" – Kachelmann: Flutkatastrophe wurde drei Tage zuvor deutlich

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Wetterexperte Kachelmann hat im Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe schwere Vorwürfe gegen die Behörden erhoben. Es gab mehrere Hinweise auf die Verantwortlichen hätten reagieren kann.

Laut Wetterexperte Jörg Kachelmann wurde die Gefahr extremer Wetterlagen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – insbesondere in der Eifel – erstmals drei Tage vor der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli deutlich. Am Morgen des 14. Juli, Stunden vor der Sturzflut der Ahr, war klar, dass Bäche und Flüsse in der Obereifel „bereits voll“ waren.

Und das Regenradar habe gezeigt, „dass am Abend sicher noch viel größere Regenmengen kommen werden – eine Breitseite“, sagte Kachelmann am Freitag vor dem Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe des Mainzer Landtages. Es ging nicht mehr um meteorologische Modelle, sondern um „tatsächlich vorhandenen Regen“.

„Es bleibt immer genug Zeit, das Richtige zu tun“, betonte Kachelmann. „Niemand muss sterben.“ Am Montag (12. Juli) hätten die Behörden vorsorglich eine Evakuierung vorbereiten und die Bevölkerung in den Tälern warnen können, dass eine solche Maßnahme notwendig werden könnte.

Bei der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli kamen im nördlichen Rheinland-Pfalz insgesamt 135 Menschen ums Leben, 134 davon im Ahrtal. Hunderte wurden verletzt und ein Großteil des Tals wurde verwüstet.

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