Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Noch kein Motiv bekannt Colorado-Attentäter sieht sich als Transgender

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Nach dem tödlichen Angriff auf einen LGBTQ-Nachtclub in Colorado Springs, Colorado, werden erste Details über den Täter bekannt. Der – oder der – Angeklagte bezeichnet sich selbst als nicht-binäre Person.

Die Person, die verdächtigt wird, das Feuer in einem bei Schwulen-, Lesben- und Trans-Gemeinschaften beliebten Nachtclub in Colorado eröffnet zu haben, ist zum ersten Mal per Videolink vor Gericht erschienen. Bei dem Termin in Colorado Springs ordnete der Richter an, dass A. ohne Kaution in Untersuchungshaft bleibt, wie US-Medien berichteten. Die nächste Anhörung ist für den 6. Dezember geplant. Es wird erwartet, dass die endgültigen Gebühren dann bekannt sein werden.

Die Verteidiger erklärten, A. sei nicht-binär – das heißt, er habe sich nicht klar als Mann oder Frau definiert. A. will mit „Mx. A.“ angesprochen werden, heißt es in einer Fußnote in der Gerichtsakte, wobei die Pronomen „sie/sie“ bevorzugt werden. A. saß während der Anhörung zusammengesunken auf einem Stuhl, wie auf Video zu sehen ist. Ob sich A. auch wegen Hassverbrechen vor Gericht verantworten muss, ist noch unklar – bisher wurde dies als Vorladung geführt.

Laut Polizei betrat der 22-jährige A. mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe den Club und eröffnete sofort das Feuer. Zwei im Club anwesende Personen griffen ein und stoppten A.. Zum Tatmotiv gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Der Generalstaatsanwalt von Colorado, Phil Weiser, sagte, es sei ihm schwergefallen, sich ein anderes Motiv als Hass vorzustellen.

Staatsanwalt Michael Allen betonte, dass die Geschlechtsidentität von A. nichts ändere. „Es hat keinen Einfluss darauf, wie ich diesen Fall verfolge“, wurde Allen von CNN zitiert. „Ich möchte, dass sie wissen, dass wir die Stimme der Opfer im Gerichtssaal sein und während des gesamten Prozesses an ihrer Seite kämpfen werden“, sagte er und bezog sich auf die Familie.

US-Medien berichten, A. habe eine schwierige Kindheit gehabt. Als Baby hieß er/sie Nicholas Brink. Die Eltern trennten sich jedoch, als A. zwei Jahre alt war. Beide Eltern hatten Drogenprobleme. Als Teenager nahm A. einen neuen Namen an. Ein Vater, der sagt, er sei ein ehemaliger Pornodarsteller gewesen und jetzt Kampfsporttrainer, sagte gegenüber CBS, dass er seinen Sohn für sein gewalttätiges Verhalten als Kind „gelobt“ habe. „Ich habe ihm gesagt, dass es funktioniert“, sagte er. Der Vater sagte der New York Times, er habe auch seinem Sohn gegenüber seine starke Abneigung gegen Homosexuelle zum Ausdruck gebracht. Er sagte auf CBS: „In der Mormonenkirche gibt es keine Schwulen.“

Am Samstag feierte der Club Q den Gedenktag für die „Opfer der Transphobie“ unter anderem mit einer Drag-Queen-Show. Der 20. November wird weltweit als „Transgender Day of Remembrance“ gefeiert. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Queer.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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