Dienstag, Januar 31, 2023
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Norwegen will Leopard 2 liefern USA könnten mehr als 30 Abrams an die Ukraine übergeben

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In der Debatte um westliche Panzerlieferungen an die Ukraine zeichnet sich ein großer Durchbruch ab: Laut Informationen, wonach Berlin Leopard 2 nach Kiew liefern will, könnten auch die USA bald die Lieferung von Kampfpanzern vom Typ Abrams ankündigen. Konkrete Zahlen kursieren bereits.

Die US-Regierung hält den Kampfpanzer Abrams eigentlich für militärisch ungeeignet für die Ukraine. Nun könnte Washington noch eine Lieferung an die ukrainischen Streitkräfte ankündigen. Hintergrund der Kehrtwende ist der transatlantische Streit mit Deutschland um eine Lieferung von Leopard-2-Panzern nach Kiew, der nach Informationen von ntv inzwischen entschieden ist.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden könnte ihre Entscheidung zur Auslieferung von Abrams bereits am Mittwoch bekannt geben, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Nach Angaben von US-Beamten könnte dies bedeuten, etwas mehr als 30 Panzer zu schicken – obwohl es Monate dauern könnte, bis die Panzer geliefert werden. Der Schritt erfolgt inmitten der nachlassenden internationalen Zurückhaltung, Panzer an die Front gegen russische Truppen zu schicken.

US-Verteidigungsminister Colin Kahl hat vergangene Woche eine Lieferung von Abrams-Panzern an die Ukraine storniert. Der Panzer sei zu teuer, erfordere umfangreiche Schulungen, sei schwierig zu warten und verbrauche mit seinem Turbinentriebwerk viel Treibstoff, argumentierte er.

Auch Deutschlands Panzerpläne sollen am Mittwoch konkreter werden. Nach Informationen von ntv will die Bundesregierung mindestens ein Unternehmen mit der Leopard 2A6-Version aus Bundeswehrbeständen ausrüsten. Dies würde 14 der Waffensysteme erfordern.

An Panzerlieferungen in die Ukraine wollen sich nun auch andere Länder beteiligen: Norwegen erwägt Medienberichten zufolge auch die Lieferung von Leopard-2-Panzern deutscher Produktion. Es gehe um vier oder acht der Hauptkampfpanzer, berichtet die Zeitung „Dagens Naeringsliv“. Insgesamt verfügt Norwegen, das auch eine Außengrenze zu Russland hat, über 36 Leopard-Panzer. Eine Entscheidung über die Zustellung sei noch nicht gefallen, berichtet die Zeitung „Aftenposten“.

Polen hatte zuvor angekündigt, im Rahmen einer Allianz mit anderen Ländern 14 Kampfpanzer vom Typ Leopard an die Ukraine liefern zu wollen. Dem muss Deutschland als Herstellerland noch zustimmen, einen entsprechenden Antrag hat die polnische Regierung am Dienstag bei der Bundesregierung gestellt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums verfügt Polen über insgesamt 247 Leopard-2-Panzer in drei verschiedenen Versionen (A4, A5 und PL).

Insgesamt 12 Länder hätten ihre Lieferbereitschaft für Leopard-Panzer signalisiert, berichtete der US-Sender ABC News am Dienstag unter Berufung auf einen ukrainischen Regierungsbeamten – darunter Spanien, die Niederlande und Dänemark. Die ukrainische Seite wird mit der Aussage zitiert, dass bereits insgesamt 100 Leoparden verfügbar sind. Die Zusicherungen waren bereits vergangene Woche bei den Ukraine-Gesprächen in Ramstein gemacht worden.

Damit hätten praktisch alle europäischen Leopard-Nutzer außer der Türkei ihre Bereitschaft signalisieren müssen. Der Leopard-Hersteller Krauss-Maffei Wegmann hat bis heute weit über 3.500 Leopard 2 gebaut, wobei die meisten Länder für ihre eigene Verteidigung vorgesehen sind.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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