Montag, Januar 24, 2022
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"Notwendige Maßnahmen" Schweden schickt militärische Verstärkung an die Ostsee

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Schweden hat die Militärpatrouillen im Hafen von Visby verstärkt. Augenzeugen sahen schwere Militärfahrzeuge in der Ostseemetropole vorfahren. Die Armee bestätigte die Aktivitäten.

Angesichts verstärkter „russischer Aktivitäten“ in der Ostsee hat Schweden mehrere gepanzerte Fahrzeuge auf die Straßen der Insel Gotland geschickt und von Soldaten patrouillieren lassen. Rund zehn gepanzerte Kampffahrzeuge und Dutzende Soldaten seien am Freitag in der kleinen Hafenstadt Visby gewesen, teilte das Militär mit. Wenige Tage zuvor waren drei Schiffe der russischen Marine durch die Meerenge des Großen Belts in Dänemark in die Ostsee eingelaufen.

„Die Streitkräfte ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Integrität Schwedens zu schützen und unsere Fähigkeit zu demonstrieren, Schweden und die schwedischen Interessen zu schützen“, sagte Verteidigungsminister Peter Hultqvist gegenüber AFP.

Die verstärkten Patrouillen auf Gotland seien ein Zeichen dafür, dass Schweden die Situation ernst nehme und „sich nicht überraschen lasse“, sagte Hultqvist der Nachrichtenagentur TT. Das Militär sagte am Donnerstagabend, dass die Einheiten eingesetzt würden, „um Operationen an mehreren Orten zu verstärken“, da „russische Aktivitäten in der Ostsee zunehmen“.

Der Einsatzleiter der schwedischen Streitkräfte, Michael Claesson, dementierte jedoch, dass es sich um eine gezielte schwedische „Machtdemonstration“ handele. Er sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Einheiten seien Teil der bereits auf der Insel stationierten Truppe. Es sei ein „natürlicher Weg, die Militärpräsenz anzupassen“.

Obwohl Schweden kein Nato-Mitglied ist, arbeitet es eng mit dem Bündnis zusammen. Russland warnte das Land kürzlich vor „ernsthaften Konsequenzen“, wenn es dem Bündnis beitritt. Seit der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2014 hat Stockholm seine Verteidigung wieder verstärkt. 2017 wurde die Wehrpflicht wieder eingeführt.

Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine befürchtet der Westen, dass Russland derzeit einen Einmarsch in das Nachbarland vorbereitet. Der Kreml weist dies kategorisch zurück.

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