Freitag, Januar 14, 2022
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Novavax-Impfstoff kommt Ende Februar

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Wer sich impfen oder auffrischen lassen will, hat bald mehr Auswahl: Laut Gesundheitsminister Lauterbach ist der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax ab dem 21. Februar erhältlich. Er könnte Impfskeptiker anziehen.

Nach Comirnaty von BioNTech, Spikevax von Moderna und den Impfstoffen von Johnson & Johnson und AstraZeneca kommt nun ein fünfter Impfstoff auf den deutschen Markt: das Präparat Nuvaxovid von Novavax. Die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen soll ab dem 21. Februar verfügbar sein, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Der Impfstoff kann ab der dritten Februarwoche in Impfzentren injiziert werden. Der Impfstoff sollte ursprünglich im Januar herauskommen.

Allerdings dürfte sich die Auslieferung von weiteren 3,25 Millionen von der Bundesregierung bestellten Dosen weiter verzögern. Laut Lauterbach ist damit bestenfalls Ende Februar zu rechnen. Genaue Termine seien noch nicht festgelegt, erklärte der Minister.

Lauterbach warb damit, dass das Präparat, das „quasi ein Totimpfstoff“ sei, vor allem jenen zur Verfügung stehen soll, die diese Art der Impfung bevorzugen. Der proteinbasierte Impfstoff könnte eine Alternative sein, insbesondere für Impfskeptiker, die Vorbehalte gegenüber den neuen mRNA-Technologien und Vektorimpfstoffen haben. In Studien erwies sich der Novavax-Impfstoff als zu 90 Prozent wirksam gegen das Coronavirus. Die Nebenwirkungen waren ähnlich wie bei anderen Impfstoffen und bezogen sich hauptsächlich auf Schmerzen an der Injektionsstelle.

Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen injiziert. Der Novavax-Impfstoff wirkt ähnlich wie Grippeimpfstoffe. Es besteht aus im Labor gezüchteten Kopien des Spike-Proteins, das das Coronavirus umhüllt. Nach der Impfung bildet das menschliche Immunsystem daraus Antikörper gegen das Protein und kann so eine Covid-19-Erkrankung abwehren. Darüber hinaus enthält der Novavax-Impfstoff Saponin als Impfstoff-Booster. Zu den Nebenwirkungen von Saponin wurde nicht viel geforscht.

Inwieweit der Impfstoff gegen die Omicron-Variante hilft, ist unklar. Stanley Erck, CEO von Novavax, kündigte diese Woche auf der Gesundheitskonferenz von JP Morgan an, dass weitere Studien die Wirksamkeit eines auf Omicron entwickelten Impfstoffs untersuchen werden.

Der Novavax-Wirkstoff wurde kürzlich als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen. Die EU-Kommission hat insgesamt 100 Millionen Dosen bestellt. Darüber hinaus hat sich Brüssel eine Option auf weitere 100 Millionen Dosen gesichert.

Das Unternehmen mit Sitz in Gaithersburg, Maryland, USA, hat nach eigenen Angaben bereits in mehr als 170 Ländern die Zulassung erhalten – hauptsächlich durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Novavax verkauft sein Produkt bereits in Indonesien, auf den Philippinen und in Indien.

2022 will Novavax Kapazitäten für gut zwei Milliarden Impfdosen schaffen. Produziert wird der Impfstoff zusammen mit dem indischen Auftragshersteller Serum Institute of India, der mittlerweile der größte Impfstoffhersteller der Welt ist – nach Dosis gerechnet.



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