Samstag, Januar 15, 2022
StartNACHRICHTENOmicron-Welle – Krankenhäuser erwarten eine starke Exposition

Omicron-Welle – Krankenhäuser erwarten eine starke Exposition

- Anzeige -

Angesichts der steigenden Infektionszahlen rechnen Krankenhäuser mit einer Belastung der Normalstationen. Der Leiter der DKG Gass fordert daher die ambulante Behandlung von mehr Patienten.

Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gass, befürchtet, dass die Kliniken durch die steigende Zahl von Corona-Infektionen stark belastet werden.

„Wir werden vor allem stärker belastete Normalstationen erleben“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). „Das bedeutet aber auch, dass der ambulante Bereich vor einer neuen Herausforderung steht.“

Niedergelassene Ärzte sollten ihre Patienten stärker ambulant betreuen, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu vermeiden, sagte Gass. „Dazu gehören mehr Hausbesuche in Pflegeheimen und bei allein lebenden Menschen“, sagte Gass.

„Wir müssen Krankenhäuser vor Überlastung schützen, denn wir dürfen nicht vergessen, dass noch über 3.000 Covid-Patienten auf Intensivstationen liegen.“

Ihm zufolge befürchten Krankenhäuser, dass die Omicron-Variante des Virus zu einem verstärkten Personalmangel führen wird. „Deshalb wird es wichtig sein, dass die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren funktioniert und schwere, aber nicht direkt hospitalisierte omicron-Fälle umfassend ambulant behandelt werden können.“

Große Rechtsunsicherheit sieht Gass derweil bei der Umsetzung der Corona-Impfpflicht in Einrichtungen mit gefährdeten Personen wie Kliniken und Pflegeheimen.

„Seit dem 15. März müssen wir uns bei den Gesundheitsämtern melden, von denen wir keinen Impfnachweis erhalten haben“, sagte er den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“.

Das Gesundheitsamt solle also laut ihm auf diese Personen zugehen, ihnen eine Frist setzen, bis zu der sie den Nachweis erbringen sollen, und dann die Krankenhäuser über den aktuellen Stand informieren.

„Unklar ist allerdings, was es für uns bedeutet, wenn Mitarbeiter bis zum 15. März keinen Impfnachweis vorlegen“, sagt Gass. „Also stellen wir die Mitarbeiter frei? Und ist das arbeitsrechtlich eindeutig geregelt?“, so die DKG-Anwälte, nein.

Mitte Dezember wurde die sogenannte Corona-Impfpflicht für die Einrichtung beschlossen: Beschäftigte in Einrichtungen mit gefährdeten Personen wie Kliniken und Pflegeheimen müssen bis zum 15. März 2022 nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare