Samstag, Mai 14, 2022
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"Pandemie noch lange nicht vorbei" Corona-Gipfel sammelt Milliardenhilfen

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Corona ist nicht mehr das dominierende Thema. Doch Bundeskanzler Scholz warnt vor falschen Schlussfolgerungen bei einem internationalen Gipfel. Am Ende stehen weitere drei Milliarden Dollar für den globalen Kampf zur Verfügung.

Nach US-Angaben haben die Teilnehmer des zweiten internationalen virtuellen Corona-Gipfels zusätzliche Mittel in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar (knapp 2,9 Milliarden Euro) zugesagt. Mehr als 2 Milliarden US-Dollar davon sind für den unmittelbaren Kampf gegen die Pandemie und 962 Millionen US-Dollar für einen neuen Weltbank-Fonds für die Pandemievorsorge vorgesehen, sagte das Weiße Haus. Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Olaf Scholz warnten, die Bemühungen gegen Corona sollten nicht nachgelassen werden.

„In unserer Wahrnehmung ist die Pandemie möglicherweise vorbei“, sagte Scholz in einer Videoansprache. Der Ukraine-Krieg beherrscht die Schlagzeilen, und viele Menschen sind mittlerweile „müde“, über Corona zu lesen. „In der harten Realität ist die Pandemie jedoch noch lange nicht vorbei.“ Mehr als 6,2 Millionen Menschen sind weltweit an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. „Aktuelle Ausbrüche und neue besorgniserregende Virusvarianten unterstreichen das Risiko, dass sich die Pandemie hinzieht.“ Unter anderem werden mehr Mittel benötigt, um Menschen weltweit impfen zu können. Es bestehe noch eine „erhebliche Finanzierungslücke, die wir gemeinsam schließen müssten“, so die Kanzlerin weiter.

Auch US-Präsident Joe Biden warnte davor, dass noch „so viel zu tun“ sei. „Diese Pandemie ist noch nicht vorbei“, fügte Biden hinzu. „Wir alle müssen mehr tun. Wir müssen die Verstorbenen ehren, indem wir alles tun, um so viele Todesfälle wie möglich zu verhindern.“

Gastgeber des zweiten virtuellen Gipfels zur Corona-Pandemie waren fünf Länder: Deutschland, das derzeit die G7-Präsidentschaft innehat, die USA, Indonesien als G20-Vorsitz, Senegal für die Afrikanische Union und Belize für das Commonwealth der Karibischen Staaten (Caricom). Die USA organisierten im vergangenen September den ersten internationalen Corona-Gipfel. Allein die USA haben nun weitere 200 Millionen Dollar für den Weltbank-Fonds zur Pandemievorsorge zugesagt, also insgesamt 450 Millionen Dollar. Scholz sagte von deutscher Seite zunächst 50 Millionen Euro zu.

Der Gipfel fand genau an dem Tag statt, an dem zwei traurige Meilensteine ​​in der Pandemie erreicht wurden: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zahl der Corona-Toten in Europa seit Beginn der Pandemie die Zwei-Millionen-Marke überschritten. In den USA wurde nach Angaben des Weißen Hauses die Schwelle von einer Million Corona-Toten überschritten. Biden sprach von einem „tragischen Meilenstein“.

Präsident Biden ringt derzeit mit dem US-Kongress um zusätzliche Milliarden zur Bekämpfung von Corona. Er hatte 22,5 Milliarden Dollar beantragt, aber der Kongress will ihm nur 10 Milliarden Dollar gewähren. Geplante Gelder für weitere Impfungen im Ausland wurden von Parlamentariern gegen den Widerstand der oppositionellen Republikaner gestrichen.

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