Sonntag, Januar 23, 2022
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Parallel zu laufenden Gesprächen – Russland hält Panzermanöver in der Nähe der Ukraine und Weißrussland ab

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Im Ukraine-Konflikt haben sich die Fronten zwischen Russland und den USA verhärtet. Statt Truppen von der ukrainischen Grenze abzuziehen, lässt der Kreml mehr Soldaten auftauchen. Ein wichtiges Treffen steht noch aus.

Parallel zu den Gesprächen über die Sicherheit in Osteuropa hat Russland Panzermanöver in der Nähe der Ukraine und Weißrusslands gestartet. An den Übungen in den Regionen Woronesch, Belgorod und Brjansk bei der Ukraine sowie in Smolensk bei Weißrussland seien etwa 3.000 Soldaten beteiligt, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag unter Berufung auf das russische Militär. Zuvor äußerte sich der Sprecher des Präsidialamts in Moskau, Dmitri Peskow, nicht sehr optimistisch über den Verlauf der ersten Gespräche am Montag.

Hintergrund der Spannungen in der Region ist unter anderem der Einsatz von fast 100.000 russischen Soldaten an der ukrainischen Grenze. Die USA und mehrere europäische Länder warnen vor einer Invasion der Ukraine. Die Regierung in Moskau dementiert Invasionspläne.

Während die USA den Abzug russischer Truppen von der Grenze fordern, besteht Russland darauf, dass sich die Nato verpflichtet, die Ukraine nicht in das Militärbündnis aufzunehmen und nicht weiter nach Osten zu expandieren.

Für Mittwoch ist eine Sitzung des NATO-Russland-Rates geplant – die erste seit zweieinhalb Jahren. Danach finden am Donnerstag in Wien Gespräche im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) statt.

Die USA haben vor den Nato-Konsultationen mit Russland bisher keine Bemühungen gesehen, die Spannungen durch Moskau zu lockern. Russland habe weiterhin rund 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine, sagte die US-Botschafterin bei der NATO, Julianne Smith, am Dienstag dem US-Sender CNN. „Wir glauben, dass sie Pläne haben, mehr Truppen nach vorne zu verlegen.“ Aus Russland gebe es derzeit keine „klaren Deeskalationssignale“.

Vertreter der USA und Russlands trafen sich am Montag zu bilateralen Gesprächen in Genf. In der Ukraine-Krise gab es jedoch keine Konvergenz.

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