Samstag, Dezember 10, 2022
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Pipelinedruck ist stabil Keine Gaslecks mehr aus Nord Stream-Lecks

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Seit Tagen strömt Erdgas ungehindert aus vier Lecks in den Pipelines Nord Stream 1 und 2. Nach Angaben der Behörden hat sich die Lage inzwischen entspannt. Wer hinter dem mutmaßlichen Sabotageakt steckt, ist noch unklar. Die Ampelregierung sagt, es sei „sehr schwierig“, einen Verantwortlichen zu finden.

Nach Angaben dänischer Behörden tritt kein Gas mehr aus den beschädigten Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee aus. Der Betreiber, die Nord Stream AG, habe mitgeteilt, dass sich der Druck in der Pipeline auch bei Nord Stream 1 stabilisiert habe, teilte die Behörde auf Twitter mit. Dies zeigt an, dass kein Gas mehr entweicht. Den gleichen Status hatten die Dänen bereits am Samstag für Nord Stream 2 bekannt gegeben.

Zuvor waren aus den vier Lecks in den beiden Pipelines – zwei davon in schwedischen und zwei in dänischen Gewässern – tagelang ununterbrochen große Mengen Gas ausgetreten. Nachdem die schwedischen Behörden am Samstagnachmittag über das Gebiet geflogen waren, sagten die schwedischen Behörden, das Gasleck habe weiter abgenommen.

Viele Staaten gehen von Sabotage aus. Mindestens zwei Explosionen ereigneten sich unter Wasser, teilten Dänemark und Schweden im Laufe der Woche mit. Seismologische Institute haben eine Stärke von 2,3 und 2,1 gemessen, was „wahrscheinlich einer Sprengladung von mehreren hundert Kilogramm entspricht“.

Bundesjustizminister Marco Buschmann hält deutsche Ermittlungen zu den Explosionen an den Ostsee-Pipelines für denkbar. Es sei „möglich, dass hier eine Straftat begangen wurde, für die der Generalstaatsanwalt die Strafverfolgung übernehmen könnte“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Eine Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft in dem Fall würde „möglicherweise verfassungsfeindliche Sabotage mit Auswirkungen auf Deutschland beinhalten“, sagte der FDP-Politiker. Auch der Straftatbestand der Verursachung einer Sprengstoffexplosion ist denkbar.

Sollte sich ein solcher Verdacht erhärten, „würde die Bundesanwaltschaft einschreiten und offiziell ermitteln“, so der Minister. „Wir würden die Verantwortlichen jagen – mit allen Mitteln, die unserem Rechtsstaat zur Verfügung stehen“, sagte Buschmann. „Ziel wäre es, die Täter zu fassen und in Deutschland vor Gericht zu stellen.“

Zurückhaltender zeigte sich Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht. Auf die Aussagen Buschmanns angesprochen, sagte die frühere Bundesjustizministerin in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“, der Fall zeige zunächst, „wie sensibel wir mit der kritischen Infrastruktur im Pipeline-Bereich“ und anderswo umgehen müssen. „Deshalb bringen uns rechtliche Prüfungen nicht weiter. Wichtig ist jetzt, dass wir für unsere kritische Infrastruktur gut gerüstet sind.“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat bereits eine Untersuchung der Vorfälle durch ein gemeinsames Ermittlungsteam aus Deutschland, Dänemark und Schweden angekündigt. Lambrecht sagte in der ARD, Deutschland werte „natürlich jetzt auch Bewegungen in diesen Bereichen gemeinsam mit Verbündeten aus, um Verantwortlichkeiten zuordnen zu können“. Das sei aber „sehr schwierig, weil in diesem Bereich viel Bewegung ist“.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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