Sonntag, Januar 29, 2023
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Pistorius geht "Löwen" Graf Lambrecht eine Kampfpanzerliste verhindert?

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Lässt der neue Verteidigungsminister eine Kampfpanzerliste erstellen, die es schon lange gibt? Oder hat Pistorius‘ Vorgänger Lambrecht zum Schutz von Bundeskanzler Scholz einen Grafen verboten? Es gibt Beweise für beide Lesarten, aber beide lassen die Regierung schlecht dastehen.

Wegen ihrer elf Monate nach Kriegsbeginn angekündigten Kampfpanzerinventur musste sich die Bundesregierung den Vorwurf der Dilettantismus gefallen lassen. Zu der Frage, warum der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD erst jetzt einen Testauftrag für die „Leopard“-Verfügbarkeit erteilt, kursierten unterschiedliche Informationen. Der „Business Insider“ berichtet unter Berufung auf Insider, Pistorius‘ Vorgängerin Christine Lambrecht habe offenbar eine Woche vor ihrem Rücktritt eine Bestandsaufnahme von „Leoparden“ vom Typ 1 und 2 verboten.

Mögliche Gründe dafür sind laut dem Bericht des Ministeriums, dass Bundeskanzler Olaf Scholz in der Frage möglicher Kampfpanzerlieferungen an die Ukraine nicht zusätzlich unter Druck gesetzt werden soll. Die Sorge des SPD-Politikers: Wäre herausgekommen, dass die Bundeswehr ihre Einsatzpanzer zählt, hätte das als Lieferbereitschaft interpretiert werden können. Weiter heißt es in dem Bericht, Lambrecht habe vorgeschlagen, die Fahrzeuge nach Lambrecht zu zählen, um über die Frage möglicher weiterer Lieferungen Auskunft geben zu können.

Der „Spiegel“ hingegen berichtet von einer ausführlichen Liste von Kampfpanzern, die das Verteidigungsministerium bereits im Frühsommer 2022 erstellt habe Bundeswehr und sind zur Lieferung in die Ukraine berechtigt.

Der FDP-Politiker Marcus Faber hatte bereits am Freitag gegenüber ntv erklärt, dass die „Leopard“-Bestände längst überprüft worden seien. „Natürlich weiß das Bundesministerium der Verteidigung, wie viele Panzer es hat und in welchem ​​Zustand sie sind“, sagt Faber. Dies wurde in den letzten Wochen ausgiebig untersucht. „Natürlich müssen Sie den Minister noch informieren, damit er eine gute Grundlage für seine Entscheidung hat.“

Laut „Spiegel“-Bericht verfügt die Bundeswehr über insgesamt 312 „Leopard 2“-Panzer unterschiedlicher Baureihen. Dem Bericht zufolge befanden sich 99 davon im vergangenen Mai beim Hersteller zur Reparatur, und einer wurde ausgemustert. Die restlichen 212 „Leopard 2“-Modelle sind unter dem Reiter „Truppenbestand“ aufgelistet. Darunter sind die verschiedenen Modelle 2A5, 2A6, 2A7 und 2A7V – letzteres ist die modernste Version des Waffensystems. Am 22. Mai verfügte die Truppe über 53 Exemplare der „Leopard“-Variante 2A7V.

Bundeswehr-Insidern zufolge zeigt die Liste bereits, welche Modelle für eine Lieferung in die Ukraine geeignet wären. Demnach ist denkbar, dass die Bundeswehr die 19 „Leopard“-2A5-Modelle abgibt. Laut der Liste werden diese derzeit zur „Vertretung feindlicher Kräfte“ im Gefechtsübungszentrum des Heeres eingesetzt, simulieren also bei Manövern feindliche Panzer. Die Truppe sagt, dass die 2A5-Modelle am besten weggelassen werden, weil sie nur für Übungen verwendet werden.

Sollte die „Leopard“-Liste bereits existieren, müsste sich Pistorius erklären. Sollte die Liste auf Lambrechts Weisung hin nicht existieren, würde die Kanzlerin in ein schlechtes Licht gerückt. Bis die Resolution auf dem Tisch liegt, wird der internationale Druck auf Berlin weiter zunehmen. Pistorius erhielt Unterstützung von der SPD: Der Inspektionsbefehl des Ministers sollte nicht bedeuten, dass Pistorius mit dem Zählen von Panzern beginnen musste. „Es geht darum, in Abstimmung mit Partnern sinnvolle Pakete zur Unterstützung der Ukraine zu schnüren. Und das muss vorbereitet werden“, sagte Außenpolitiker Nils Schmid im Deutschlandfunk.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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