Dienstag, Januar 25, 2022
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Pjöngjang droht den USA Nordkorea macht den nächsten Raketentest

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Das nordkoreanische Militär hat am Dienstag eine Rakete abgefeuert. Diktator Kim Jong Un verkündet daraufhin Fortschritte bei der Entwicklung von Hyperschallwaffen. Die USA reagierten mit Sanktionen. Aber das bringt Pjöngjang nicht dazu, die Tests einzustellen.

Es ist der dritte Raketentest in etwas mehr als einer Woche: Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens zwei Raketen abgefeuert. Es wird angenommen, dass es sich um ballistische Kurzstreckenraketen handelt. Die Raketen seien im Nordwesten des Landes abgefeuert und nach Osten geflogen, teilte der Generalstab mit. Wie weit sie flogen, blieb unklar. Südkoreas Militär sprach zunächst von einem nicht identifizierten Projektil, das vom Nachbarland abgefeuert wurde.

Auch das japanische Verteidigungsministerium bestätigte den Start. Nach Berichten des japanischen Senders NHK vermutet das Ministerium, dass Nordkorea möglicherweise einen weiteren Test mit einer ballistischen Rakete durchgeführt hat. Die japanische Küstenwache sagte, sie habe „um 14.55 Uhr (Ortszeit, 06.55 Uhr MEZ) den Start einer mutmaßlichen ballistischen Rakete oder Raketen“ beobachtet. Wo die Rakete einschlug und ob es sich um ein oder mehrere Objekte handelte, ist noch unklar.

Trotz internationaler Sanktionen für sein Atomwaffenprogramm hat Pjöngjang nach eigenen Angaben am 5. und 11. Januar Hyperschallraketen getestet. Der zweite Test wurde von Nordkoreas Führer Kim Jong Un persönlich überwacht. Hyperschallraketen können sich mit mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit fortbewegen und sind im Flug manövrierfähig. Dies erschwert es der konventionellen Luftverteidigung, sie zu entdecken und abzufangen. Nordkorea meldete im vergangenen Jahr erstmals den erfolgreichen Test einer Hyperschallrakete.

Die USA haben am Mittwoch unter anderem Sanktionen gegen fünf Nordkoreaner verhängt, die für die Beschaffung von Waren für nordkoreanische Massenvernichtungswaffen und Raketenprogramme verantwortlich sind. Im Gegenzug warf Nordkoreas Außenministerium den USA vor, die Situation mit den neuen Strafmaßnahmen absichtlich eskalieren zu lassen, so staatliche Medien. Das Ministerium verteidigte die Raketentests mit dem Hinweis auf das Recht auf Selbstverteidigung. Wenn die USA die Konfrontation suchen, werde Nordkorea eine „stärkere und klarere Antwort“ geben, wurde ein Sprecher von staatlichen Medien zitiert. Er warf den USA Provokation vor.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea, ballistische Raketen zu testen, die einen Atomsprengkopf tragen können. Versuche, den international fast vollständig isolierten Staat auf diplomatischem Wege davon abzubringen, waren bislang erfolglos.

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