Sonntag, Mai 22, 2022
StartNACHRICHTENPlage in heimischen Gewässern Berlin kämpft erneut gegen exotische Sumpfkrebse

Plage in heimischen Gewässern Berlin kämpft erneut gegen exotische Sumpfkrebse

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In einigen Berliner Gewässern gibt es Krabben, die dort nicht hingehören. Die Tiere vermehren sich schnell. Hunderte Kilo wurden in den letzten Jahren gefangen. Jetzt beginnt die Angelsaison wieder.

Bereits im fünften Jahr in Folge versucht Berlin, eine Plage unerwünschter exotischer Sumpfkrebse in den Griff zu bekommen. Die Fangsaison beginnt dieses Jahr am 1. Juni, sagte Wildtierexperte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung. Wie in den Vorjahren erhielt ein Fischer die Erlaubnis, die Tiere aus zwei Gewässern in der Hauptstadt, darunter dem Zoo, zu holen.

Trotz rückläufiger Fangtrends in den letzten Jahren sei ein Eingreifen weiterhin notwendig, sagte Ehlert. Ziel ist es, die Population der invasiven Art zu reduzieren und eine Ausbreitung auf andere Gewässer zu verhindern. Hunderte Kilo Amerikanischer Roter Sumpfkrebs sind in den letzten Jahren in die Fallen gegangen. Das entspricht mehreren tausend Stück pro Jahr.

Es wird vermutet, dass die etwa handtellergroßen Sumpfkrebse Nachkommen ausgesetzter Tiere sind, beispielsweise aus Aquarien. Ihr Vorkommen blieb in Berlin bis August 2017 weitgehend unbemerkt, als im Tiergarten wandernde Sumpfkrebse gesichtet wurden.

Die Tiere kommen tatsächlich im Süden der Vereinigten Staaten und im Norden Mexikos vor. Die sich sehr schnell vermehrenden Allesfresser gelten als Bedrohung für heimische Arten und Ökosysteme.

(Dieser Artikel wurde erstmals am Mittwoch, den 11. Mai 2022 veröffentlicht.)

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