Donnerstag, Januar 20, 2022
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Polizei untersucht Entsetzen über Nazi-Beerdigung in Rom

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Über dem Sarg liegt eine Hakenkreuzfahne, die Trauernden strecken die Arme zum faschistischen Gruß aus: Das geheime Video einer Beerdigung in Rom sorgt in Italien für Entsetzen.

Die Beerdigung eines Mitglieds der rechtsextremen italienischen Gruppe Forza Nuova (FN) mit Hakenkreuzfahne sorgte in der katholischen Kirche für Entsetzen. Dies sei ein abscheuliches Symbol und unvereinbar mit dem Christentum, erklärte die Diözese Rom.

Der Sarg der 44-jährigen Alessia Augello war bei der Beerdigung in Rom am Montag mit einer roten Hakenkreuzfahne bedeckt, wie auf einem Foto der Tageszeitung „La Repubblica“ zu sehen ist.

Auch einige Teilnehmer der Trauerfeier in der Kirche Santa Lucia hätten Gesten im Sinne dieser „extremistischen Ideologie“ gemacht, teilte die Diözese mit. Laut „La Repubblica“ war die Polizei bei der Beerdigung anwesend und leitete Ermittlungen ein.

Dieses Video, das auf Twitter geteilt wurde, zeigt die Szene vor der Kirche – darunter auch, wie viele der Gäste die Arme zum Hitlergruß heben:

Auch die jüdische Gemeinde in Rom war entsetzt über die Aufnahmen. „Es ist inakzeptabel, dass die Hakenkreuzfahne bis heute ungestraft in der Öffentlichkeit gezeigt wird, insbesondere in einer Stadt, deren jüdische Bevölkerung von den Nazis und ihren faschistischen Kollaborateuren deportiert wurde“, hieß es in einer Erklärung. Im Oktober 1943 wurden mehr als 1.000 jüdische Römer in deutsche Vernichtungslager deportiert. Nur 16 von ihnen kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg zurück.

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