Donnerstag, Februar 2, 2023
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Polizei von Protest überwältigt: So will das iranische Regime die Revolution stoppen

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Im Iran gehen die Proteste weiter. Die Polizei stößt an ihre Grenzen und die Gewalt nimmt zu. Der Iran-Experte Ali Fathollah-Nejad erklärt die Strategie der Sicherheitskräfte gegen die Bevölkerung.

Trotz der Gewalt und Repression der Sicherheitskräfte demonstrierten am Wochenende dennoch Tausende Iraner für die Rechte auf Freiheit. Es ist die größte Protestwelle der letzten Jahre. Für die Islamische Republik sind sie zu einer existenziellen Bedrohung geworden. Unterdessen kämpft das politische System zunehmend ums Überleben. Dementsprechend passen sich die Taktiken der Sicherheitsbehörden an. Ein Überblick, wie der Staat gegen Proteste vorgehen will.

Der Iran hat eine Reihe von Sicherheitskräften, die jetzt gegen die Demonstranten vorgehen. Unter:

Der Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad von der Freien Universität Berlin sagt heute im ZDF:

„Seit der Grünen Bewegung von 2009 hat es eine Neuorganisation der Sicherheitskräfte gegeben, mit Fokus auf Straßenprotesten und wie man sie unterdrückt. das ist Israel oder die USA, aber es verortet es intern „, erklärt Fathollah-Nejad. Die wichtigste Säule des Systems sind die Revolutionsgarden. „Die Basij sind vollständig unter ihrer Kontrolle und besetzen auch zentrale Positionen in der Führung der Armee.“

Es gibt Anzeichen dafür, dass das Vertrauen der Regierung in die reguläre Polizei schwindet: „Die Polizei schießt weniger vorschnell auf Menschen. Es wird derzeit heftig über die Möglichkeit einer Spaltung diskutiert; ob Teile der Polizei sich den Demonstranten anschließen könnten.“ . , berichtet Fathollah-Nejad.

Darüber hinaus haben laut Fathollah-Nejad viele Sicherheitskräfte nach zwei Wochen andauernder Straßenproteste einen Bruchpunkt erreicht. „Es gibt Erschöpfungserscheinungen. Tagsüber streifen viele Einsatzkräfte durch die Parks und ruhen sich aus, nur um abends und nachts mit ihrer schweren Schutzausrüstung einsatzbereit zu sein. Und selbst damit sind sie überfordert.“ Inzwischen gingen die Menschen aber auch tagsüber auf die Straße.

Die Sittenpolizei, deren Festnahme und mutmaßliche Tötung des 22-jährigen Mahsa Amini Proteste auslöste, sei weitgehend von der Straße verschwunden, berichtet Fathollah-Nejad.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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