Mittwoch, Oktober 20, 2021
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Polizist nach Wohnungsbrand wegen versuchten Totschlags festgenommen

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Eine Wohnung in Neubrandenburg geht in Flammen auf. Zwei Frauen und ein 11 Monate altes Baby werden gerettet, befinden sich aber noch in medizinischer Behandlung. Nun wird gegen einen Polizisten ermittelt – ihm wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

In Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Polizist nach einer Gewalttat gegen zwei Frauen festgenommen worden. Der 56-jährige Beamte soll die Frauen verletzt und eine Wohnung angezündet haben, wie die Polizeibehörden in Rostock und Neubrandenburg sowie die Staatsanwaltschaft mitteilten. Das Motiv ist noch unklar.

In einer Wohnung in Neubrandenburg war am Montagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Ein 69-Jähriger und ein 33-Jähriger wurden von Polizisten aus der Wohnung gerettet. Beide wiesen neben Verbrennungen Verletzungen am Körper auf, die nach Vorwissen der Ermittler durch stumpfe Gewalt verursacht wurden. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht, die 33-jährige Frau liegt in einer Spezialklinik in Berlin.

Ihre elf Monate alte Tochter, die sich in der Wohnung aufhielt, wurde vor dem Eintreffen der Polizei von anderen Bewohnern aus der verrauchten Wohnung geholt. Auch das Kind wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Aufgrund der Verletzungsmuster der beiden Frauen und wegen des Brandes wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag eingeleitet. Im Zuge der Ermittlungen wurde der Polizist des Polizeipräsidiums Rostock als Tatverdächtiger ins Visier genommen. Mit Unterstützung von Spezialeinheiten des Landeskriminalamtes wurde er an seinem Wohnort im Kreis Rostock widerstandslos festgenommen.

Die Ermittlungen und Vernehmungen wurden zunächst fortgesetzt. Über den Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wollte die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg entscheiden. Das Polizeipräsidium Rostock leitete gegen den Beamten Disziplinarmaßnahmen ein und untersagte ihm die Ausübung von Dienstgeschäften.

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