Dienstag, Januar 31, 2023
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Präsidentschaftswahl in Tschechien Angebliche Morddrohung: Babis sagt Termine ab

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Kurz vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Tschechien sagte der Kandidat Andrej Babis, er habe eine Morddrohung erhalten. Der Milliardär sagt deshalb einen Auftritt ab. Umfragen zufolge stehen seine Chancen auf ein Amt derzeit eher schlecht.

Der tschechische Präsidentschaftskandidat und Ex-Ministerpräsident Andrej Babis hat nach eigenen Angaben erhielt einen anonymen Brief mit einer Morddrohung. „Entweder du verlierst oder du stirbst“, hieß es, wie Babis sagte. Der Milliardär kündigte daraufhin an, bis zur Stichwahl am Freitag und Samstag gegen seinen Herausforderer und Ex-NATO-General Petr Pavel an keinen weiteren öffentlichen Kundgebungen teilzunehmen. Eine geplante Veranstaltung in Hradec Kralove (Königgrätz) wurde abgesagt.

Pavel warf Babis vor, im Wahlkampf zuletzt den Ton verschärft zu haben, und forderte ihn zur Mäßigung auf. „Als Ergebnis dieser Kampagne haben die Konflikte in der Gesellschaft ein kritisches Niveau erreicht“, sagte der ehemalige Vorsitzende des NATO-Militärausschusses bei Twitter. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges behauptete Babis auf Wahlplakaten, Pawel wolle keinen Frieden. Wer Frieden will, muss Babis wählen.

Aktuelle Umfragen sehen Pavel deutlich vor Babis. Laut einer Umfrage der Agentur Median hat der General a. D. erwarten 57,9 Prozent der Stimmen, der Milliardär aber nur 42,1 Prozent. Die Umfrage fand vom 20. bis 22. Januar unter 1161 Teilnehmern statt.

Im ersten Durchgang der tschechischen Präsidentschaftswahlen Mitte Januar belegte die Wirtschaftsprofessorin Danuse Nerudova hinter den beiden Kandidaten den dritten Platz. „Hier gibt es noch viel Böses, und das heißt Andrej Babis“, sagte sie hinterher vor Anhängern und Presse. Sie forderte auch ihre Wähler auf, für Pavel zu stimmen. Die Stichwahl erfolgt, weil keiner der Kandidaten im ersten Durchgang die 50-Prozent-Hürde erreicht hat.

Sowohl Babis als auch Pawel sind prowestlicher als der scheidende Präsident Milos Zeman, der sich für engere Beziehungen zu China und vor dem Krieg in der Ukraine auch zu Russland ausgesprochen hat. Der Milliardär Babis hat sich gegen weitere Hilfen für die Ukraine ausgesprochen. Pavel hingegen spricht sich für eine weitere Unterstützung des Landes aus – und schließt auch Waffenlieferungen ein.



Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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