Dienstag, Januar 25, 2022
StartNACHRICHTENPremium-Automarken: BMW vertreibt die Konkurrenz

Premium-Automarken: BMW vertreibt die Konkurrenz

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Von den drei deutschen Premium-Automobilherstellern hat BMW auch im vergangenen Jahr die meisten Fahrzeuge verkauft. Dagegen sind die Verkaufszahlen von Audi und Daimler geschrumpft. Und Tesla lauert im Hintergrund.

Mit 2,62 Millionen Neuzulassungen war das vergangene Jahr für den deutschen Autobauer das schlechteste seit 2010. Auch die Premiummarken mussten Rückschläge hinnehmen – mit Ausnahme von BMW. Das Münchner Unternehmen konnte 2021 rund 2,2 Millionen Autos der Kernmarke verkaufen, knapp zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. So geht die Krone wieder ins Weiß-Blau. An zweiter Stelle folgt Daimler mit einem Absatzrückgang von fünf Prozent auf 2,05 Millionen Fahrzeuge wie im Vorjahr.

Auch Audi hat im Rennen der drei deutschen Premiumhersteller durch die Chipkrise an Boden verloren und muss sich erneut mit Platz drei begnügen. Die Volkswagen-Tochter hat im vergangenen Jahr 1,68 Millionen Fahrzeuge verkauft, 0,7 Prozent weniger als im ersten Corona-Jahr 2020.

Allein im vierten Quartal brachen die Audi-Verkäufe um gut ein Drittel ein – noch stärker als die Konkurrenz in Stuttgart. Audi war nach dem ersten Halbjahr noch auf Rekordkurs. Audi-Vertriebsleiterin Hildegard Wortmann sprach von einem herausfordernden Jahr: „Obwohl das Halbleiterangebot in den kommenden Monaten angespannt bleiben wird, gibt uns das starke Auslieferungswachstum der Elektromodelle Rückenwind für die weitere konsequente Umsetzung unserer Roadmap.“ Gleichzeitig verwies sie auf den hohen Auftragseingang und einen Rekordauftragsbestand.

Die globale Autoindustrie kämpft seit über einem Jahr mit der Halbleiterknappheit. Audi musste daher, wie auch andere Hersteller, die Produktion immer wieder einstellen. BMW hatte die Versorgung mit Halbleitern besser im Griff. Ein Grund dafür sind laut Analysten die besseren Beziehungen des Münchner Unternehmens zu seinen Lieferanten.

Audi spürte die Chipknappheit vor allem in China: In der Volksrepublik verkaufte das Unternehmen 701.289 Fahrzeuge, 3,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Für Europa meldete Audi ein Minus von 0,4 Prozent, vor allem aufgrund einer Schwäche im Heimatmarkt Deutschland, wo er um 15,6 Prozent zurückging. In Deutschland spielten neben dem Halbleiter-Engpass auch Sondereffekte durch eine Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 eine Rolle.

In den USA wurden dagegen fünf Prozent mehr Autos an Kunden übergeben. Auch rein elektrisch angetriebene Autos legten stark zu: 81.894 dieser Fahrzeuge wurden verkauft, ein Plus von 57,5 ​​Prozent. Audi hat angekündigt, bis 2025 mehr als 20 vollelektrische Modelle im Angebot zu haben. Zudem sollen ab 2026 keine neuen Verbrennungsmotoren auf den Markt kommen.

Bisher machten die deutschen Hersteller im Premiumsegment stets das Rennen unter sich. An diesem Dreikampf hat sich 2021 nichts geändert. Doch der US-Hersteller Tesla ist mit dem starken Wachstum seiner E-Autos dicht auf den Fersen. Analysten sagen für dieses Jahr einen Absatz von rund eineinhalb Millionen Autos voraus, wenn in Grünheide bei Berlin das erste Werk der Kalifornier in Europa eröffnet.



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