Freitag, Juni 24, 2022
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Prognose vor Siebenschläfer Es wird wieder heißer – Gewitter im Süden möglich

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Kaum ist eine Hitzewelle abgeklungen, freut sich Deutschland schon auf die nächste. Denn auch die Wettermodelle zeigen einige schweißtreibende Berechnungen für die kommende Wetterwoche. ntv-Meteorologe Björn Alexander gibt Antworten auf Fragen rund um den Siebenschläfer und die Weichenstellung für den Sommer.

ntv: Wie wird das Wetter am Siebenschläfertag… Was ist die Wahrheit hinter der Bauernregel?

Björn Alexander: Der Tag der Siebenschläfer steht am 27. Juni, also nächste Woche Montag, im Kalender. Dies sollte jedoch aus verschiedenen Gründen nicht zu eng gesehen werden. Denn der eigentliche Siebenschläfertag liegt durch die Verschiebung mit der gregorianischen Kalenderreform eigentlich später. Nämlich am 7. Juli. Unabhängig davon ist der zu betrachtende Zeitraum nicht nur ein Tag, sondern ein Zeitfenster, das sich von Ende Juni bis zum ersten Julidrittel erstreckt. Wenn die Wetterbedingungen in diesem Zeitraum stabil sind, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie einige Wochen anhalten.

Kann man sagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, diese Regel zu treffen?

In Süddeutschland liegt die Wahrscheinlichkeit, die Siebenschläferregel zu treffen, bei etwa 70 bis 80 Prozent. Im Norden sind es noch rund 50 bis 60 Prozent. Der Grund für diese Unterschiede hängt mit der Position des Jetstreams zusammen. Das ist die wetterbestimmende Strömung in der höheren Atmosphäre, die das Wetter in unseren Breiten maßgeblich bestimmt und die Tiefdruckgebiete meist von West nach Ost führt. Dies betrifft tendenziell den Norden stärker als den Süden, weshalb es im Sommer nicht ganz so wahrscheinlich ist, dass das Wetter im Norden stabiler ist.

Was bringt uns der Juni auf die letzten Meter?

Aktuell haben die verschiedenen Modelle noch eine respektable Reichweite für den Verlauf der kommenden Woche, wobei sich der Siebenschläfer selbst insgesamt mit teilweise erhöhtem Sturmpotenzial zeigt. Das gilt vor allem in der südöstlichen Hälfte, wo die teils heiße Luft wohl lange gegen frischere Luft aus dem Westen ankämpfen dürfte.

Welche Trends zeigen die Wettercomputer für den Beginn des Hochsommers, der im Juli beginnt?

Aktuell zeichnet sich eine spannende Entwicklung ab. Denn aus dem Süden stören immer wieder heiße Luftblasen aus Südwesteuropa und Nordafrika die Vorhersagen. Diese überschwemmen derzeit eher den Süden und Südosten unseres Landes, während der Nordwesten und Norden nicht so lange überhitzt bleiben dürften.

Ist eine so brutale Hitze wie am vergangenen Wochenende wieder möglich?

Die Luftmassen können durchaus zäh sein und neben den entsprechenden Temperaturen auch von großer Luftfeuchtigkeit und Stürmen begleitet sein. Als Maximalwerte sind aber nach aktuellem Stand 35 Grad plus X möglich. Natürlich ist der Weg noch weit, entsprechend groß sind die Unsicherheiten.

Gibt es andere Prognosen für Juli?

Die experimentellen Berechnungen des US-Wetterdienstes NOAA sehen derzeit eine überwiegend durchschnittliche Temperatur im Juli mit leichtem Hitzeüberschuss im Süden. Im Süden und Westen wäre es daher eher zu trocken. Der Norden und der Osten bekämen zumindest ein ausgeglichenes Regenkonto. Angesichts der dort teilweise ausgeprägten Dürre wäre das eine wirklich gute Entwicklung.

(Dieser Artikel wurde erstmals am Dienstag, den 21. Juni 2022 veröffentlicht.)

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