Samstag, Oktober 1, 2022
StartNACHRICHTENPropaganda oder echte Schlachten? Geheimnis des Schusswechsels in Kherson

Propaganda oder echte Schlachten? Geheimnis des Schusswechsels in Kherson

- Anzeige -


Am Samstagabend fuhren gepanzerte Mannschaftstransporter in die Innenstadt von Cherson ein und lieferten sich russischen Quellen zufolge einen Kampf mit nicht näher bezeichneten Angreifern. Die Ukraine wirft den Besatzern indirekte Kämpfe vor, um die Bevölkerung gegen ukrainische Truppen aufzuhetzen.

Nach der Veröffentlichung eines Videos von Kämpfen in der von Russland gehaltenen südukrainischen Stadt Cherson haben Russland und die Ukraine sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich gemacht. Die russischen Staatsmedien Vesti-Crimea veröffentlichten am Samstagabend ein Video, das Schüsse um zwei gepanzerte Fahrzeuge in der Nähe des Bahnhofs Cherson zeigt.

„Im Zentrum von Cherson kam es zu einem Zusammenstoß zwischen (…) russischen Streitkräften (…) und einer nicht identifizierten Gruppe von Menschen“, sagte die von Russland ernannte Verwaltung in Cherson später am Abend per Telegramm. Nach einem kurzen Gefecht wurden die Angreifer „zerstört“.

Am Sonntagmorgen sagte eine Sprecherin der ukrainischen Armee, die Schüsse und Explosionen in Cherson seien „Provokationen der (russischen) Besatzungsmacht“. Sie hatte bereits davor gewarnt, dass russische Provokationen „zwischen dem 17. und 20. September im Süden“ der Ukraine geplant seien, um „dem Ansehen der ukrainischen Streitkräfte zu schaden“.

Der ukrainische Präsidentenberater Mykhailo Podoliak machte die Zusammenstöße mit „wachsenden Spannungen“ zwischen pro-russischen Gruppen verantwortlich. Die Besatzer bereiteten sich angesichts des Vormarsches der ukrainischen Armee auf die Flucht vor, sagte er.

Ein Besatzerbeamter in Cherson sagte am Sonntagmorgen, die Stadt sei wieder „ruhig“. Kiew „versuchte anzugreifen, aber ohne Erfolg“, fügte er hinzu. In den letzten Wochen gab es eine Reihe gezielter Angriffe auf Besatzungsbeamte in Cherson und anderen besetzten Gebieten.

Im Rahmen einer Gegenoffensive ist es der Ukraine in den vergangenen Tagen gelungen, besetzte Gebiete vor allem im Nordosten, aber auch in Teilen im Süden des Landes zurückzuerobern. Die ukrainischen Behörden sprachen von 6.000 „befreiten“ Quadratkilometern. Insbesondere in der Region Charkiw im Nordosten seien russische Truppen zum Abzug gezwungen worden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare