Donnerstag, Februar 2, 2023
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Prozess in Spanien Anwalt beteuert Unschuld von Ex-Rocker-Boss Hanebuth

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Der frühere Hells Angel Frank Hanebuth hat bei seinem Prozess – im Gegensatz zu mehreren anderen Angeklagten – keinen Deal mit der Staatsanwaltschaft in Madrid vereinbart. Sein Anwalt glaubt an seine Unschuld – und prangert die angeblich rechtswidrigen Ermittlungen an. Und dann fehlt ein weiterer wichtiger Zeuge.

Im Strafverfahren gegen den ehemaligen Rocker-Boss Frank Hanebuth in Spanien hat die Anwältin der Deutschen die Unschuld ihres Mandanten beteuert und die Ermittlungen eingestellt. Das Abhören der Telefone von Hanebuth und anderen mutmaßlichen Ex-Mitgliedern der Motorradgang Hells Angels sei nicht rechtskonform, weil sie nach einer Anzeige wegen Körperverletzung in einem Bagatellfall angeordnet worden seien, sagte Ana Madera vor dem National State Court in Madrid. „Und das können Sie nicht“, sagte der Anwalt des 58-Jährigen aus Hannover.

Madera betonte auch, dass ihr Mandant nicht vorbestraft sei. Auch der Hauptzeuge DH, der behauptet, mehrere der Angeklagten auf einem Foto als seine Mitarbeiter erkannt zu haben, ist nicht auffindbar.

Den „Höllenengeln“ um den 2013 auf Mallorca festgenommenen Hanebuth werden unter anderem Bildung einer kriminellen Vereinigung, Drohungen, Zuhälterei und Drogenhandel vorgeworfen. Die Verbrechen sollen alle zwischen 2009 und 2013 auf der spanischen Ferieninsel begangen worden sein.

Der Prozess soll bis zum 10. Februar laufen. Das Urteil wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Der Mammutprozess begann mit vierstündiger Verspätung, weil die Staatsanwaltschaft für 34 der 49 Angeklagten Deals mit den Anwälten abgeschlossen hatte. Im Gegenzug für ein Schuldeingeständnis erhielten sie erhebliche Strafminderungen. Unterdessen suchte Hanebuth keinen Deal, weil er sich für unschuldig hielt, sagte Madera. Der fast zwei Meter große Ex-Boxer hatte sich vor Beginn der Verhandlungen beruhigt und gesagt, er habe nichts zu befürchten. „Ich bin froh, dass es endlich losgeht.“

Hanebuth wurde im Sommer 2013 auf Mallorca zusammen mit vielen anderen mutmaßlichen Motorradrockern bei einer spektakulären Razzia festgenommen. Nach zwei Jahren Haft wurde er 2015 gegen eine Kaution von 60.000 Euro aus der Haft in Cádiz entlassen. Erst 2017 durfte er Spanien wieder verlassen. Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück. In Deutschland musste sich Hanebuth noch nie vor Gericht mit so schweren Vorwürfen auseinandersetzen wie in Spanien.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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