Montag, September 26, 2022
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Puschilin-Vermutung Sind die DNR-Separatistenführer nach Russland geflohen?

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Vom Separatistenführer Denis Puschilin und dem pro-russischen Bürgermeister von Mariupol fehlt laut ukrainischen Quellen derzeit jede Spur. Gerüchten zufolge sollen beide nach Russland geflohen sein. Puschilin bestreitet die Angaben in einem Telegram-Video.

Laut der US-amerikanischen Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) gibt es Hinweise darauf, dass von Russland unterstützte Separatisten die Ukraine verlassen haben. Wo sich der Chef der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“ (DNR), Denis Puschilin, und der pro-russische Bürgermeister von Mariupol, Konstantin Iwaschtschenko, derzeit aufhalten, ist nicht bekannt. Nach ukrainischen Berichten, die ISW zitiert, nahm keiner von ihnen am Sonntag an einer Militärparade in Mariupol teil. Laut den Quellen wurde Pushilin bei einem Besuch in der Stadt Lyman verletzt, berichtet die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinfrom. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Puschilin und Ivashchenko traten zuletzt am vergangenen Freitag in Mariupol zusammen auf. Fotos der russischen Staatsagentur Tass zeigen die beiden bei der Einweihung neuer Wohngebäude. Einen Tag später veröffentlichte Puschilin auf Telegram ein Video, das ihn in einem Fahrzeug zeigt. In dem kurzen Clip erwähnt der 41-Jährige die „schwierige Situation“ in Lyman und anderen umkämpften Orten. Trotz der Umstände wird er weiterhin mit den lokalen Behörden in Kontakt bleiben. „Es gibt noch viele weitere Informationen, aber ich werde sie erst etwas später veröffentlichen“, sagt Puschilin.

Am Sonntag veröffentlichte der Chef des DNR ein weiteres Video, das ihn nachts im menschenleeren Zentrum von Donezk zeigt. In seiner Rede fordert er die Bevölkerung auf, nicht auf ukrainische Desinformationskampagnen hereinzufallen. Berichte über seine angebliche Flucht nach Russland bezeichnet er als falsch. Wann die Videos aufgenommen wurden, ist unklar.

Der im Donbass geborene Pushilin ist seit September 2015 Staatsoberhaupt der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“. Zuvor war er in der Werbebranche tätig. Er steht auf der EU-Sanktionsliste. Ivashchenko war vor dem Krieg mehrmals Stadtabgeordneter in Mariupol. Anfang April ernannten ihn die Separatisten zum Bürgermeister der Stadt. Ende August berichteten russische Medien über einen versuchten Angriff auf den 58-Jährigen. Iwaschtschenko sei bei der Explosion einer Bombe nicht verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Nach wochenlangen Kämpfen war Mariupol im Mai endlich unter russischer Kontrolle. Damals ergaben sich die letzten ukrainischen Kämpfer, die wochenlang in den riesigen Asowschen Stahlwerken erbitterten Widerstand gegen die russische Belagerung der Stadt geleistet hatten.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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