Donnerstag, Dezember 1, 2022
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"Putin sollte Fußfesseln tragen" Russischer Kriegsgegner entkommt aus Hausarrest

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Ihr vielbeachteter Protest im russischen Staatsfernsehen könnte der Kriegsgegnerin Marina Ovsyannikova bis zu zehn Jahre Haft einbringen. Vor Beginn des Prozesses entkommt sie dem Hausarrest und verlangt stattdessen, dass Kremlchef Putin angekettet wird.

Die ehemalige russische Fernsehredakteurin Marina Ovsyannikova, bekannt für ihre Kritik am Krieg Russlands gegen die Ukraine, sagt, sie sei aus dem Hausarrest geflohen. Der 44-Jährige schrieb im Nachrichtendienst Telegram: „Ich halte mich für völlig unschuldig und da sich unser Staat weigert, sich an seine eigenen Gesetze zu halten, weigere ich mich seit dem 30 Hausarrest, und ich entlasse mich von diesem.“

Der Hausarrest war nach früheren Angaben zunächst bis kommenden Sonntag angesetzt. Ovsyannikova steht jetzt auf einer Fahndungsliste. Die Festnahme ist Teil eines Strafverfahrens, in dem ihr vorgeworfen wird, angebliche Fehlinformationen über die russischen Streitkräfte verbreitet zu haben. Nach Angaben der Agentur Interfax drohen ihr zwischen fünf und zehn Jahre Haft. Zu ihrem Verbleib machte die ehemalige Journalistin zunächst keine Angaben.

Der zuvor als linientreu geltende Mitarbeiter des Ersten Kanals des russischen Staatsfernsehens hielt Mitte März in einer Nachrichtensendung ein Antikriegsplakat in die Kamera. Danach hielt sie sich einige Monate im Ausland auf und arbeitete vorübergehend für die deutsche Tageszeitung „Die Welt“. Mitte Juli protestierten sie in Sichtweite des Kreml erneut gegen den Krieg. Während ihres Hausarrests hätten die Ermittler unter Berufung auf Verteidigungsminister Sergej Schoigu und seinen Sprecher Igor Konaschenkow versucht, so zu tun, als sei kein einziges Kind im Krieg in der Ukraine gestorben, schrieb Ovsyannikova. „Wir alle wissen, dass diese beiden Herren keinen einzigen Tag an der Front waren und keine Ahnung von der Zahl der zivilen Opfer haben.“

In einer Rede auf Telegram zeigte sich Ovzyannikova auf einem Sofa sitzend und deutete auf ihre Fußfessel. Sie sagte: „Liebe Genossen im Strafvollzugsdienst, legen Sie Präsident Putin diese Fessel an. Er ist es, der von der Gesellschaft ferngehalten werden sollte. Er sollte wegen Völkermords am ukrainischen Volk und Massenmord an russischen Männern verurteilt werden.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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