Samstag, Mai 21, 2022
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Putin-Vertrauter: "Er ist schwer an Blutkrebs erkrankt"

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Immer wieder kursieren Gerüchte über den Zustand des Kreml-Chefs, deren Wahrheitsgehalt oft schwer zu beurteilen ist. Nun liefert einer der reichsten Männer Russlands neue Hinweise – unfreiwillig.

Vorsicht ist immer geboten, wenn es heißt, der Kremlchef sei krank, sterbe, werde bald operiert oder sei wieder Vater. Im undurchsichtigen Moskauer Machtapparat sind Gerüchte immer ein Mittel

Politik. Aber in letzter Zeit gab es glaubwürdige Berichte, dass der russische Präsident Wladimir Putin ist nicht in der besten Position – angeheizt durch sein Verhalten und Aussehen. Eine Stimme aus Putins engstem Kreis liefert nun neue Hinweise.

Dem US-Magazin „New Lines“ ist eine Aufzeichnung eines Gesprächs mit einem der reichsten Männer Russlands zugespielt worden. Er soll zu der Gruppe von 20 bis 30 Personen um Putin gehören und konkrete Informationen über das Geschehen im Kreml haben, schreibt das Magazin unter Berufung auf einen ehemaligen europäischen Geheimdienstchef. „New Lines“ kennt die Identität des Mannes, hält sie aber bewusst geheim. Das Gespräch wurde von einem westlichen Geschäftspartner des Oligarchen ohne dessen Wissen aufgezeichnet.

In der Audiodatei äußert der Vertraute des russischen Staatschefs nicht nur seine extreme Unzufriedenheit mit dem Krieg gegen die Ukraine und seinen wirtschaftlichen Folgen, sondern auch mit dem Gesundheitszustand des Kremlchefs – Putin sagte, er sei „schwer an Blutkrebs erkrankt“. “ Die Behauptung kann weder bestätigt noch widerlegt werden, da Putins Krankenakte ein streng gehütetes Geheimnis ist. Doch die Aussage fügt sich in eine immer größer werdende Reihe von Hinweisen ein, dass Putin nicht gesund ist.

Da ist Putins jüngster Auftritt bei der Parade am 9. Mai: Sein aufgedunsenes Gesicht nährte Spekulationen, der Kreml-Chef könnte eine Schilddrüsenfehlfunktion haben oder „steroidverrückt“ sein. Bestimmte Formen von Blutkrebs werden tatsächlich mit Steroiden wie Kortison behandelt und können zu Schwellungen im Gesicht und am Hals führen: „Diese Erscheinung kann mit der Einnahme von Steroiden in Verbindung gebracht werden“, zitiert New Lines Medizinprofessorin Ashley Grossman. Ohne die genaue Art des vermuteten Krebses zu kennen, ist diese Einschätzung natürlich nur eine Vermutung. Aber Grossman erwähnt eine andere Nebenwirkung des exzessiven Steroidkonsums: „Es macht Sie furchtbar paranoid.“

Russische Enthüllungsjournalisten lieferten Anfang April konkretere Hinweise auf Putins angeschlagene Gesundheit. Sie konnten anhand von Dokumenten belegen, dass Putin seit mindestens 2016 regelmäßig von einem ganzen Tross von Fachärzten umgeben ist. Der auf die Behandlung von Schilddrüsenkrebs spezialisierte Chirurg Jewgeni Seliwanow ist am häufigsten an Putins Seite. Das Forschungsteam fand auch Hinweise darauf, dass Putin sich 2016 einer Rückenoperation unterzog und später intensiv von einem Spezialisten für Wirbelsäulenverletzungen behandelt wurde.

Forscher führen die Rückenoperation auf einen Reitunfall des pferdebegeisterten Putin zurück, aber es gibt eine andere Interpretation. „Einige Formen von Blutkrebs greifen auch die Knochen an und schädigen Rücken und Wirbelsäule“, sagte Grossman. Das würde darauf hindeuten, dass Putins angeblicher Steroidgebrauch und die Behandlungen auf seinem Rücken dieselbe Ursache haben – eine Form von Blutkrebs.

Und Grossman sieht noch einen weiteren Hinweis: Putins Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, die sich nicht zuletzt in seiner Vorliebe für extrem lange Tische bei Treffen mit Staatsgästen widerspiegelt. „Steroide schädigen das Immunsystem und erhöhen das Risiko einer Covid-19-Erkrankung stark“, erklärt Ashley Grossman.

Beobachter behaupten auch, bei Putins jüngsten öffentlichen Auftritten Hinweise auf die Parkinson-Krankheit erkannt zu haben. Aber was interessanter ist, ist eine nicht-medizinische Spur, die kürzlich vom FSB gelegt wurde: dem Geheimdienst, aus dem der Kreml-Chef selbst ausgestiegen ist. Im März sandte das Management des FSB eine Nachricht an alle regionalen Leiter der Organisation und forderte sie auf, Gerüchten über Putins Gesundheitszustand keinen Glauben zu schenken. Doch das Memo hatte offenbar den gegenteiligen Effekt und bestätigte den Verdacht der FSB-Agenten, Putin sei krank: „Es ist wie in den schlechten alten Zeiten der Sowjetunion: Einer Nachricht wird nur geglaubt, wenn der Kreml sie für böswillige Lügen hält“, schreibt „New Lines“. „.

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