Montag, September 26, 2022
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Quote bei Senioren zu niedrig Hausärzte und Apotheker fordern Grippeimpfungen

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Laut Europäischer Union sollten drei von vier älteren Menschen gegen die Grippe geimpft werden. In Deutschland ist die Rate deutlich niedriger. Deshalb rufen Hausärzte und Apotheker dazu auf, den Grippeschutz gerade nach zwei Jahren Corona-Pandemie wieder ernst zu nehmen.

Da die Grippesaison näher rückt, haben Hausärzte und Apotheker die Grippeimpfung gefördert. Bei der geplanten bundesweiten Impfkampagne soll neben der Corona-Impfung auch die Grippeimpfung im Fokus stehen, forderte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) rief die Risikogruppen auf, sich vor der Grippe zu schützen. Das Paul-Ehrlich-Institut hat bisher rund 22 Millionen Impfstoffdosen freigegeben.

Mit einer deutlichen Steigerung der Impfquoten könne man die kommende Grippesaison „deutlich entspannter angehen“, erklärte Weigeldt zum Auftakt des Deutschen Hausärztetages in Berlin. Das Ziel der Europäischen Union, wonach 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza geimpft werden sollen, wurde in Deutschland bisher nicht annähernd erreicht. Die bundesweite Impfquote lag in der Grippesaison 2019/2020 bei den über 60-Jährigen bei 38,8 Prozent.

„Nach fast drei Jahren Corona-Fokus müssen die Menschen an die Relevanz anderer Impfungen im Alltag erinnert werden“, forderte Weigeldt, der auch die Politik in der Pflicht sieht. Angestrebt werden soll, dass sich in dieser Saison mindestens zwei Drittel der älteren Menschen gegen Influenza impfen lassen, „vor allem, weil es in diesem Jahr zu einer viel schwereren Grippeepidemie kommen könnte als in den Vorjahren.“

Das Risiko, in diesem Herbst an einer Grippe zu erkranken, „dürfte für viele größer sein, weil das Immunsystem nach zwei Jahren mit niedrigen Grippezahlen nicht gut auf den Erreger vorbereitet ist“, warnte DAV-Vorsitzender Thomas Dittrich am Rande des Deutschen Apothekertages in München. Insgesamt sollen für die kommende Grippe-Impfsaison rund 26 Millionen Dosen zur Verfügung stehen. „Das reicht“, versicherte Dittrich.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung vor allem für ältere Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinisches und pflegerisches Personal sowie Schwangere. Die Risikogruppen ähneln denen, die auch bei Corona schwere Verläufe befürchten müssen. Die ausdrückliche Empfehlung für Risikopatienten bedeutet jedoch nicht, dass allen anderen von einer Impfung abgeraten wird.

Die Influenza-Impfung sollte von Mitte Oktober bis Mitte Dezember durchgeführt werden. Eine gleichzeitige Impfung gegen Covid-19 und gegen Influenza ist möglich.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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