Dienstag, August 9, 2022
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R9X Hellfire Neue Messer-Rakete tötete angeblich Al-Qaida-Boss

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Mit Aiman ​​al-Zawahiri schalten die USA den Chef der Terrororganisation Al-Qaida aus. Bei dem gezielten Angriff soll ein neuartiger Raketentyp zum Einsatz gekommen sein: Die „Hellfire R9X“ tötet nicht mit einer Explosion, sondern mit messerartigen Klingen.

Er war einer der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 und einer der meistgesuchten Terroristen der Welt: Die USA töteten Al-Qaida-Chef Aiman ​​al-Zawahiri in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit einem mutmaßlichen Anschlag neuartiger Raketentyp, der von einer Drohne abgeschossen wird. „Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan und dieser Terroristenführer lebt nicht mehr“, sagte US-Präsident Joe Biden in einer Fernsehansprache. Es ist der wichtigste Schlag gegen al-Qaida seit der Ermordung ihres früheren Anführers Osama bin Laden vor elf Jahren.

„Die Mission war ein Erfolg“, sagte Biden. Keiner von al-Zawahiris Verwandten sei verletzt worden, „und es gab keine zivilen Opfer“. Der 71-Jährige wurde nach Angaben eines US-Beamten am frühen Sonntagmorgen auf dem Balkon eines Hauses in Kabul von zwei Hellfire-Raketen getötet, die von einer Drohne abgefeuert wurden. Experten zufolge soll es sich dabei um eine neuartige Rakete dieses Typs handeln, die das Risiko minimieren soll, Unbeteiligte zu töten.

Bilder, die Al-Zawahiris sicheres Haus in Kabuls wohlhabendem Sherpur-Viertel nach dem Angriff zu zeigen scheinen, zeigen nur Schäden an einigen Fenstern im Obergeschoss; der Rest des Gebäudes erscheint intakt. Dies deutet auf den Einsatz von Hellfire-Raketen vom Typ R9X hin: Diese Raketen explodieren beim Aufprall nicht, sondern fahren messerartige Klingen aus und zerfetzen ihr Ziel. Menschen in der Nähe bleiben unverletzt. Die nach einer beliebten Küchenmessermarke „Flying Ginsu“ getauften Raketen waren zuvor von den USA vereinzelt eingesetzt worden, um gezielt andere Dschihadistenführer zu töten.

Laut Biden haben die US-Geheimdienste Anfang dieses Jahres den ehemaligen Stellvertreter von Al-Qaida-Gründer Bin Laden aufgespürt. Er sei „in die Innenstadt von Kabul“ gezogen, um wieder bei seiner Familie zu leben. Der US-Präsident betonte, er habe einen „Präzisionsschlag“ gegen den Al-Kaida-Führer genehmigt und vor einer Woche endgültig grünes Licht gegeben.

Al-Zawahiri übernahm die Führung von al-Qaida nach dem Tod von Osama bin Laden, der im Mai 2011 von US-Spezialeinheiten in Pakistan getötet wurde. Der in Ägypten geborene Arzt hatte nicht das Charisma bin Ladens, war aber für seine analytischen Fähigkeiten bekannt.

Al-Zawahiri gehörte zu den Unterzeichnern der Erklärung von 1998, in der Bin Laden zu Angriffen auf US-Bürger aufrief. Ihm wird die Leitung der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten zugeschrieben, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden. Die US-Regierung hatte ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Nach den Terroranschlägen im Herbst 2011 marschierten die USA und Nato-Verbündete in Afghanistan ein und stürzten das Taliban-Regime, das Al-Qaida Schutz gewährt hatte. Die Operation zur Tötung von al-Zawahiri wurde fast ein Jahr nach dem Abzug der Truppen der USA und ihrer westlichen Verbündeten aus Afghanistan durchgeführt. Im Zuge des Abzugs ergriffen die radikalislamischen Taliban erneut die Macht in Afghanistan und fügten dem Westen große Schande zu.

US-Außenminister Antony Blinken warf den Taliban vor, mit der Übernahme von al-Zawahiri das Doha-Abkommen von 2020 „grob verletzt“ zu haben. Das unter Bidens Vorgänger Donald Trump geschlossene Abkommen ebnete den Weg für den US-Abzug aus Afghanistan. Die Taliban hatten unter anderem einen Bruch mit al-Qaida versprochen.

Laut einem US-Beamten wussten führende Persönlichkeiten des Hakkani-Netzwerks, einer wegen ihrer brutalen Angriffe gefürchteten Untergruppe der Taliban, von al-Zawahiris Aufenthalt in Kabul. Ihr Chef Siradschuddin Hakkani ist jetzt Innenminister in Kabul.

Taliban-Sprecher Sabihullah Mujahid warf Washington seinerseits vor, gegen das Doha-Abkommen zu verstoßen. Aktionen wie der Drohnenangriff seien „gegen die Interessen der Vereinigten Staaten, Afghanistans und der Region“ und wiederholten „die gescheiterten Erfahrungen der letzten 20 Jahre“, sagte er.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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